In seinem 100. Bundesligaspiel hatte Klaas-Jan Huntelaar
Klaas-Jan Huntelaar» zum Profil beim 2:0 (1:0)-Auswärtserfolg gegen den SC Freiburg das zweite Tor erzielt und danach mit den mitgereisten Fans auf dem Zaun gefeiert - dumm nur, dass Schiedsrichter Florian Meyer zu Recht die Gelbe Karte zückte und zum Partycrasher wurde.
Es war Verwarnung Nummer fünf für den Niederländer, der damit am letzten Saisonspieltag gesperrt ist. "Wenn ein 30 Jahre alter Weltklassestürmer nach einem Tor auf den Zaun springt, kann man sich nur ärgern", motzte dann auch Keller.
Im abschließenden Saisonspiel gegen den 1. FC Nürnberg muss der Coach auf seinen treffsichersten Akteur also verzichten. Während sich Keller darüber ärgerte, begründete Sportvorstand Horst Heldt die unbedachte Aktion mit "der großen Menge Adrenalin", die Huntelaar durchflutet hatte. Und der Erleichterung nach zuvor zwei Aluminiumtreffern.
"Wir werden das auch ohne Klaas schaffen", sagte Heldt mit Blick auf die unmittelbar bevorstehende direkte Qualifikation für die Champions League. Angesichts von drei Punkten Vorsprung auf den einzigen Konkurrenten Bayer Leverkusen nahm dann auch Huntelaar seine Sperre gelassen.
"Wenn man ein Tor schießt, vergisst man die Gelben Karten", sagte er. Bei einem Treffer kämen hin und wieder verrückte Dinge in den Kopf, "und ich wollte nur mit den Fans jubeln. Das ist doch in Ordnung, oder?"



