Beim Training der Nationalmannschaft am Montag in Hamburg wurde das seit Jahren auf der Tribüne stehende Banner "Kein Fußball den Faschisten" abgedeckt. "Kein Fußball" war noch zu lesen, die beiden anderen Worte waren grün abgedeckt worden.
Der DFB reagierte auf den Shitstorm mit einer Erklärung auf Twitter: "Das Millerntor wurde neutralisiert. Das heißt, dass es frei von Werbung gemacht wird, aber auch von politischen Äußerungen." Dies steht in der Tat in den Regularien des Verbandes. Die Fans störten sich jedoch daran, dass eine positive politische Botschaft abgedeckt wurde.
Auch einige Profis reagierten. Der derzeit verletzte Ingolstädter Zweitliga-Profi Ralph Gunesch, der insgesamt acht Jahre für den FC St. Pauli am Millerntor spielte, twitterte: "Sobald ich wieder fit bin und als Kapitän einen Text vorlesen muss, werde ich nur den Tweet vorlesen."
Der DFB und die Deutsche Fußball Liga (DFL) lassen die Kapitäne der 1. und 2. Bundesliga in regelmäßigen Abständen Botschaften gegen Rassismus verlesen.
