„Die Frisur von Pep Guardiola hat er schon“, sagte Willi Wißing kürzlich über Essens Trainer Markus Högner. Der kann mit der SGS in dieser Saison zwar nur einen Titel gewinnen, Ansehen genießt der 47-Jährige an der Ardelhütte jedoch mindestens genau so großes, wie sein vier Jahre jüngerer Kollege an der Säbener Straße.
Doch die Frisur ist es dann auch schon, die die beiden Trainer verbindet. Im schicken Zwirn wird Högner an der Seitenlinie nicht so schnell auftreten. Auch beim Pokalfinale zieht er lieber seinen blauen „Jogger“ an. „Ich habe zwar einen Anzug im Schrank, aber man soll Bewährtes nicht einfach verändern“, meint er. „Ich brauche Bewegungsfreiheit, damit ich mich besser aufregen kann.“
Motivation ist nicht nötig
Er hofft allerdings, dass das am Samstag nicht nötig sein wird – und ist guter Dinge. In dieser Saison haben sich die Essenerinnen in beiden Liga-spielen gegen den FFC Frankfurt achtbar geschlagen. Einem 1:1 im Hinspiel folgte eine knappe und unglückliche 1:2-Niederlage an der Hafenstraße. Högners Idee für das Endspiel: „Wir müssen zusehen, dass das Spiel eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Frankfurt muss denken, was für ein fieser und ekelhafter Gegner wir sind. Und ich weiß, die finden uns ekelhaft und fies!“
Besonders motivieren, davon geht der Trainer aus, muss er seine Mädels nicht. „Die Anspannung wird da sein, das hat man im Halbfinale schon gemerkt. Da muss ich mir nichts besonderes ausdenken.“ Außer vielleicht, dass es schon am Freitag nach Köln ins Hotel geht und Essen bis Sonntag bleibt. Högner erklärt die Beweggründe: „Ein besonderes Spiel braucht einen besonderen Rahmen.“

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