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Kampf gegen Doping
DFB will Blutuntersuchungen einführen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will ab der kommenden Saison den Kampf gegen Doping im Fußball verstärken.

"Wir werden zusätzlich zu den Urinuntersuchungen auch Blutkontrollen vornehmen", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch zu hr-Info am Mittwochabend. Die Proben sollen laut Koch direkt nach den Spielen entnommen werden.

Ergänzende Wirkung zur Urinprobe

In der abgelaufenden Saison wurden erstmals durch die Nationale Anti Doping Agentur NADA 15 Prozent der Trainingskontrollen als Bluttests durchgeführt. Laut Koch ist künftig mit rund 120 zusätzlichen Blutproben zu rechnen, damit würde sich die Gesamtzahl der Blutuntersuchungen im Fußball in etwa verdoppeln. Die Zahl der Urinkontrollen soll dagegen gleich bleiben.

Im vergangenen Jahr hatte es insgesamt 2300 Doping-Kontrollen durch NADA und DFB gegeben. Die neuen Kontrollmechanismen würden in enger Abstimmung mit der NADA eingeführt, sagte Koch. Klar sei aber auch, dass die "Blutkontrollen im Fußball ergänzende Wirkung" hätten. Die meisten zur Leistungssteigerung im Fußball geeigneten Substanzen seien nur im Urin und nicht im Blut auffindbar.

Das Budget für den Anti-Dopingkampf soll im kommenden Jahr auf 800.000 Euro erhöht werden. Die Zuständigkeiten im Kontrollschema blieben unverändert. Die NADA sei weiterhin für die Tests beim Training zuständig, der DFB kümmere sich um die Kontrollen bei Wettkämpfen.

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