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"Fürstliche" Kritik an Löw
Klose ist Rihannas Liebling

Später Jubel im Netz: Wie Prominente das 2:2 der Nationalmannschaft in den sozialen Netzwerken kommentierten.

Mesut Özil war fast zu müde zum Twittern, Superstar Rihanna dagegen voll in ihrem Element und hellwach. "My nigga Klose", schrieb die Sängerin und selbsternannter Deutschland-Fan politisch nicht ganz korrekt über den deutschen Stürmer und postete gleich nach dem 2:2-Unentschieden des DFB-Teams gegen Ghana ein gemeinsames Foto an ihre fast 36 Millionen Follower.

Und sogar Internet-Gigant Google huldigte dem 36-Jährigen, der gegen die Afrikaner sein 15. WM-Tor erzielte und mit Brasiliens Fußball-Legende Ronaldo gleichzog. Auf der Startseite der Suchmaschine schlug noch am Sonntag eine schwarz-rot-goldene "1" einen Klose-Salto und klatschte mit der "5" ab.

Ronaldo hatte es sportlich genommen, nicht mehr die alleinige Nummer eins zu sein. "Willkommen im Klub, Klose", twitterte "Il Fenomeno" unmittelbar nach dem Spiel seinem deutschen Stürmerkollegen.

Özil fehlte es nach den aufregenden 90 Minuten von Fortaleza an Energie, um im Netz mehr als einen Satz von sich zu geben. "Welch ein intesives Match - kaum noch Power, um irgendetwas zu schreiben", ließ der 25-Jährige seine Fans lediglich kurz wissen.

Er hatte ganz bestimmt nicht das Problem, mit dem sich die letztjährige Wimnbledonfinalistin Sabine Lisicki herumschlagen musste. Die Berlinerin verfolgte die Begegnung zwei Tage vor dem Beginn des berühmtesten Tennisturniers der Welt in London und fürchtete um ihre Nachtruhe: "Mann, war das ein aufregendes Spiel! Wie soll man jetzt einschlafen?"

Teamkollegin Andrea Petkovic begeisterte sich besonders am nicht alltäglichen Führungstor für die deutsche Mannschaft durch Mario Götze. "Schöne Eigenvorlage vom Kopf auf's Knie, Mario", textete die Darmstädterin fachmännisch.

Im Stile eines wahren Experten meldete sich auch Sprint-Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika zu Wort: "Beide Mannschaften haben auf einem hohen Niveau gespielt. Es war eine brillante Begegnung mit einem gerechten Resultat."

Auch Boris Becker zollte beiden Mannschaften großes Lob. "Die zweite Halbzeit war die bislang beste Unterhaltung dieser Fußball-Weltmeisterschaft", schrieb der dreimalige Wimbledonsieger. Fasziniert war auch Formel-1-Star Nico Rosberg: "Puuh. Geiles Spiel, verdientes 2:2. Weiter geht's, Jungs!"

Aber es gab auch Kritik. Nicht einverstanden mit der Startformation von Bundestrainer Joachim Löw war Moritz Fürste. Bei Facebook wurde der zweimalige Hockey-Olympiasieger mehr als deutlich. "Danke Schweini und Klose! Solche Führungsspieler braucht man, Jogi..., mahnte der Hamburger unmissverständlich an.

Diplomatischer ging es naturgemäß in der Berliner Landesvertretung Nordrhein-Westfalens zu, wo Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Ghanas Botschafterin Akua Sena Dansua gemeinsam die Vorrundenpartie vor dem Bildschirm verfolgten. Nach dem gerechten Remis fiel man sich beiderseits sichtlich erleichtert mit einem Lächeln in die Arme.

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