Nach dem radikalen personellen Schnitt ist die Skepsis im Umfeld, wie sich die neuformierte Mannschaft um Trainer Christoph Klöpper schlägt, groß. RevierSport schaute zum Start der Regionalliga-Saison noch einmal genau hin.
Die Vorbereitung
Neue Spieler mussten bei Wattenscheid 09 nicht nur integriert, sondern überhaupt erst zu einer Mannschaft zusammengefügt werden. Gleichzeitig mussten aber auch körperliche Defizite aufgearbeitet werden, taktische und technische Dinge einstudiert und Teambuilding-Maßnahmen eingebaut werden. Kurzum: Christoph Klöpper und sein Stab hatten in der sechswöchigen Vorbereitung eine echte Herkules-Aufgabe zu bewältigen. In den Testspielen schlugen sich die 09er dafür aber insgesamt recht achtbar. Die Verletztenquote war sehr überschaubar, besonders wenn man bedenkt, dass viele Spieler keineswegs im Saft standen, als Klöpper am 26. Juni zum Trainingsauftakt gebeten hatte. Ein großes Ärgernis war die Rote Karte gegen Güngör Kaya gegen Hannover und die daraus resultierende, dreiwöchige Sperre. Ein Kuriosum und letztlich eine Randnotiz die Personalie Amadeus Piontek, der erst als Neuzugang vorgestellt wurde und den Verein wenige Tage später wieder verließ, weil er den großen Trainingsaufwand zeitlich nicht stemmen konnte. Mit Eren Taskin und Jules Schwadorf bekam die SGW wenige Tage vor dem 1. Spieltag noch einmal vie Qualität hinzu.
Testspiele
SGW - Bayer Leverkusen U19 3:1
VfL Wolfsburg II - SGW 1:1
Hannover 96 II - SGW 4:2
TuS Kaltehardt - SGW 1:2
SGW - Arminia Bielefeld 0:1
KAS Eupen - SGW 0:1
SV Hö/Nie. - SGW 1:2
SGW - MSV Duisburg II 2:2
1. FC Saarbrücken - SGW 3:2
Torschützen: Avci (4), Saka (3), Zaskoku (2), Gündüz, Ferati, Jacobs, Sickel, Taskin, Zaskoku.
Stärken
Die individuelle Klasse vieler Akteure ist unbestritten, in der Hinsicht braucht sich die SGW vor der Regionalliga-Konkurrenz nicht zu verstecken. Trotzdem dürfte die Truppe von vielen Gegnern unterschätzt werden, da auch Teile der eigenen Fanschar der Mannschaft nicht allzu viel zutrauen, kann sie eigentlich nur positiv überraschen. Die Mannschaft ist jung und entwicklungsfähig.
Schwächen
Der Kader ist eher klein. Auf Verletzungen oder Formkrisen oder Sperren kann Klöpper nur eingeschränkt reagieren. Das Team ist nicht eingespielt, nicht alle Spieler sind körperlich schon auf der Höhe. Die angespannte Stimmung kann bei ausbleibendem Erfolg kippen – was die unerfahrene Mannschaft verunsichern könnte.
Prognose
Wattenscheid wandelt auf einem schmalen Grat. Gute wie auch schlechte Ergebnisse könnten eine große Eigendynamik in beide Richtungen auslösen. Zwischen Platz 10 und 18 ist deshalb alles drin.
Auftaktprogramm
Sonntag, 3. August, 14 Uhr:
Wattenscheid 09 – Alemannia Aachen
Samstag, 9. August, 14 Uhr:
VfL Bochum II – Wattenscheid 09
Sonntag, 18. August, 14 Uhr:
Wattenscheid 09 – Rot-Weiß Oberhausen
Wunschelf:
Boss - Tobor, Clever, Schneider, Stahmer - Grummel, Zaskoku - Taskin, Kaplan, Schwadorf - Kaya.
Mögliche Startelf gegen Aachen:
Boss - Tobor, Clever, Schneider, Stahmer - Mohammad - Saka, Kaplan (Ferati), Taskin, Schwadorf - Avci.
Zum Start fehlt: Grummel (Zerrung). Fraglich: Kaplan (Schulterverletzung).



















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