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Bundesliga-Einsätze
Polizeigewerkschaft will 50 Millionen

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Im Streit um Polizeieinsätze bei Fußballspielen will auch der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft die Proficlubs zur Kasse bitten.

Gewerkschaftschef Rainer Wendt forderte in einem Bericht von faz.net vom Sonntag eine Pauschale der Clubs von insgesamt 50 Millionen Euro pro Jahr. Mit dieser Summe sollen seiner Ansicht nach die erhöhten Einsatzkosten bei Risiko-Begegnungen aufgefangen werden. Aus der Pauschale solle auch eine "Einsatzzulage für Bereitschaftspolizisten" in Höhe von 100 Euro pro Monat finanziert werden. Wendt unterstützte damit die Pläne des Bremer Senats, Proficlubs erhöhte Polizeipräsenz in Rechnung zu stellen.

Laut einer bisher nicht veröffentlichten Statistik der Bundespolizei haben sich die Belastungen in der vergangenen Liga-Saison abermals stark erhöht, heißt es in dem faz.net-Bericht. So sei die Zahl der eingesetzten Beamten um 14 Prozent gestiegen, die Zahl der Einsatzstunden um elf Prozent auf 780 000.

Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dieter Romann, sagte dazu, in der 3. Liga müssten schon aktuell "an jedem Wochenende bis zu 2000 Einsatzkräfte zusätzlich rausgeschickt werden". Er forderte ein schärferes Vorgehen gegen potenzielle Gewalttäter: "Sinnvoll wäre aus meiner Sicht, wenn die zuständigen Ordnungsbehörden der Länder stärker mit Meldeauflagen für notorische Fußball-Störer und -straftäter operieren würden." Die Bundespolizei trägt mit ihren Hundertschaften einen großen Teil der Bundesliga-Einsätze an den Spielorten und im Reiseverkehr.

Das Bundesland Bremen hatte angekündigt, künftig Gebühren zu verlangen, wenn statt der üblichen 100 bis 200 Polizisten bei Risikospielen bis zu 1000 Beamte eingesetzt würden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte der Stadt daraufhin das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar entzogen.

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  • Mindgames 03.08.2014 13:30 Uhr
    Was für eine saudumme Idee, Herr Wendt!
    Polizisten werden als Schutzpolizisten vom Land, als Bundespolizisten eben vom Staat bezahlt.
    Und die Fußballvereine der 1. und 2. Bundesliga zahlten 2011 ca. 700 Millionen an Steuern, im Jahr 2012 790 Millionen und 2013 deutlich über 800 Millionen.
    Da kommt also reichlich Geld rein, mit denen die Polizeieinsätze mehr als locker bezahlt werden können.
    Ich vermute, die Polizei versucht hier über den Umweg Fußball Geld in die Kassen zu bekommen für Ausrüstung, das sie sonst von Land und Bund nicht bekommen kann.
    Dazu wird in den letzten zwei Jahren ständig das Schreckgespenst von den gefährlichen Fußballfans verbreitet, dass die Presse dankbar annimmt und weiter verbreitet.
    Wenn man sich aber dann mal die Zahlen der Polizei selber anguckt, wird man stutzig.
    Einerseits propagiert die Polizei, wie gefährlich die Fußballfans sind, andererseits zeigt die Polizeieigene Statistik, dass es kaum zu nennenswerten Verletzungen bei Besuchern von Fuballspielen kommt.
    In deutsche Fußballstadien zu gehen war nie sicherer, als heute.
    Wenn ich da an die 80er und frühern 90er Jahre denke, da ging es mit den Fans noch wirklich schlimm ab.
    Damals konnte man seine Kinder nicht mitnehmen, wenn man verantwortungsbewußt war. Heute sieht es da vollkommen anders aus.

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