"Andere Länder-Innenminister scheinen nicht zu folgen, sondern warnen: Es könnten am Ende diejenigen die Gewinner sein, die das Sicherheitsvakuum ausnutzen - nämlich die Gewalttäter", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball im Interview der "Bild"-Zeitung.
Die Beteiligung der Bundesliga an den Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen, wie es Bremen anstrebt, lehnt die DFL weiter vehement ab. "Weil es das Prinzip unseres Staates auf den Kopf stellen würde", erklärte Rauball. "Es wäre ein Bruch unseres Rechtssystems, für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu zahlen. Die Polizei ist nicht mietbar."
Zugleich verwies er darauf, dass DFL und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die im Mai 2014 mit der Konferenz der Innenminister vereinbarten Bedingungen erfüllt hätten. "DFB und Liga geben elf Millionen Euro an Fanprojekte. Die Clubs zahlen ohnehin allein in der 1. Bundesliga 15 Millionen für Ordnungsdienste in den Stadien."
