André Pawlak, der im April an gleicher Stelle gefeierte Ex-Trainer der SGW, wurde erneut mit Sprechchören bedacht. „André Pawlak, du bist der beste Mann“, sang der Gästeblock Mitte der ersten Halbzeit.
Zur Ehemaligen-Truppe gehörte auch Alexander Thamm, der als Mitarbeiter auf der VfL-Geschäftsstelle natürlich auch Zutritt zur „Mixed Zone“ hatte und dort die Gunst der Stunde nutzte. Er entriss dem RS-Redakteur das Mikrofon und machte selbst ein kleines Interview mit VfL-Kapitän David Zajas
David Zajas» zum Profil. Das Video ist auf unserer Facebook-Seite bereits zu sehen.
Zajas war als ehemaliger Wattenscheider ohnehin ein gefragter Mann. „Es war im Vorfeld schon eine besondere Partie für mich, denn in drei Jahren sind wir zweimal aufgestiegen und haben bei sehr bescheidenen Möglichkeiten einmal die Klasse gehalten“, meinte der Routinier, der im Sommer nach Bochum zurückgekehrt ist. Das Kribbeln sei dann mit Anpfiff der Partie verflogen. „Dann war es ein Spiel wie jedes andere auch.“
Über seine Rolle innerhalb der jüngsten Regionalliga-Mannschaft gab der 31-Jährige ebenfalls bereitwillig Auskunft. „Das, was der Dimi Grammozis früher war, bin ich jetzt“, erklärte der gebürtige Neheimer. „Solch einen Spieler wollte Thomas Reis im Kader haben.“
Der zweitjüngste Spieler im VfL-Aufgebot (Kevin Brümmer
Kevin Brümmer» zum Profil, 21) ist tatsächlich fast zehn Jahre jünger. Zajas: „Da ergibt sich meine Rolle von selbst.“
Dass seine Truppe nun mit vier Punkten ganz ordentlich aus den Startlöchern gekommen ist, vermochte Zajas „etwas schlecht einzuordnen.“ Warum? „In Siegen muss man erstmal gewinnen. Aber wir hätten gegen Wattenscheid gerne nachgelegt. Dann wäre es mit sechs Punkten ein Super-Start gewesen. Jetzt versuchen wir in Hennef den nächsten Dreier zu setzen.“
„Ich denke, es hatte alles, was ein Derby braucht“, meinte VfL-Coach Thomas Reis nach dem Spiel. „Es waren ein paar Nickligkeiten dabei, was aber auch dazugehört. Und die Kulisse war auch o.k.“
Ein Wermutstropfen war das Ergebnis. Reis: „Das war leider o.k.. Wir hätten gerne die drei Punkte geholt, aber es war zumindest ein spannendes Spiel.“
„Wir waren ganz gut auf Wattenscheid eingestellt“, meinte der Fußballlehrer weiter. „Wir wussten, dass sie viel mit langen Bällen operieren, weil sie vorne mit Schwadorf einen starken und schnellen Spieler haben. Das 0:1 fällt dann allerdings durch einen langen Ball, so dass ich mich fragen muss, ob ich es nicht gut rübergebracht habe oder meine Spieler es nicht verstanden haben“, zwinkerte der Bochumer Trainer.
Insgesamt ist er mit dem bisherigen Auftreten seiner jungen Mannschaft zufrieden. „Man sieht, dass wir nach Gegentoren noch einen kleinen Schockzustand bekommen. Das gehört aber dazu, das müssen die Jungs einfach noch lernen. Wir müssen einfach weiter daran arbeiten, die Jungs an das Regionalliga-Niveau heranzuführen. Jedes Spiel, das wir gegen gestandene Mannschaften absolvieren, bringt die Jungs ein Stück weiter.“



















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