Zwar sei der Umsatz im Konzern gemessen am Vorjahresrekord auf 260 Millionen Euro gesunken, aber sowohl Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der Geschäftsführung der KGaA, als auch Geschäftsführer Thomas Treß wiesen darauf hin, dass das Geschäftsjahr 2012/2013 ein „extrem transfergetriebenes“ gewesen sei. Der Konzernüberschuss betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,97 Millionen Euro (Vorjahr 51,193 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten des einzigen börsennotierten Vereins in Deutschland sanken mit Ablauf des Rechnungsjahres auf 41 Millionen Euro.
Treß begründete den hohen Umsatz des Vorjahres insbesondere mit dem Transfer Mario Götzes zum FC Bayern München sowie dem von Ivan Perisic zum VfL Wolfsburg. Diese Gelder wurden umgehend in die Spieler Henrikh Mkhitaryan, Sokratis und Pierre-Emerick Aubameyang reinvestiert. Hinzu kamen die höheren Einnahmen aus dem internationalen Wettbewerb. Allein das Halbfinale sowie das Endspiel in der Champions-League spülten dem Konzern Einnahmen in Höhe von rund 30 Millionen in die Kasse.
Damit, stellt Watzke klar, seien die Ziele der KGaA nicht nur erfüllt, sondern übertroffen worden. „Gedanklich hatten wir von vornherein 80 Millionen Euro Umsatz weniger als im Vorjahr“, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung den optischen „Einbruch“ der Kennzahlen, die jedoch auf den zweiten Blick den Trend der letzten Jahre untermauern. „Der Gewinn im Konzern ist zum dritten Mal in Folge zweistellig“, sieht Watzke den BVB wirtschaftlich gut aufgestellt und verbindet mit dem wirtschaftlichen auch gleich den möglichen sportlichen Erfolg: „Die Investitionskraft von Borussia Dortmund ist deutlich gestiegen. Wir wollen dadurch sukzessive unser Mannschaftsbudget erhöhen und so den sportlichen Erfolg nachhaltig sicherstellen.“
Ziel sei es, den Konzernumsatz im Jahr 2018 dauerhaft über der Marke von 300 Millionen Euro zu festigen. „Das soll dann schon auch so bleiben“, setzt Watzke die Marke angemessen an und gibt gleichzeitig zu verstehen, dass der wirtschaftliche Fortschritt weitgehend ohne Transfers voranschreiten soll. „Wenn du immer deine besten Maschinen verkaufst, dann musst du nicht denken, dass die Zukunft vor dir liegt“, sieht er den BVB nicht in zwingender Abhängigkeit von Verkäufen teurer Spieler.
Mit Blick auf die Bindung langfristiger strategischer Partner bat Watzke noch um Geduld: "Bisher sind wir in Sondierungsgesprächen. Es gibt Interessenten und das ist auch bekannt. Diese Gespräche werden wir vertiefen und daraus auch Commitments abschließen." Bis ein weiterer der insgesamt drei geplanten Partnerschaften Ad-hoc vermeldet werden kann, habe die KGaA aber bis zum 30.9. Zeit.




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