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Borussia Dortmund
Watzke: "In Liverpool waren wir geschockt"

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BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat einen Tag nach dem Gewinn des Supercups im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz auch ein sportliches Fazit gezogen.

In erster Linie galt sein Lob natürlich Sportdirektor Michael Zorc und dem „kickenden Personal“, dem Watzke bereits unmittelbar nach dem 2:0-Triumph über den Rekord-Meister persönlich gratuliert hatte.

„Diesen Titel“, stellte Watzke klar, „sollte man nicht über- und nicht unterbewerten.“ Es ist dem „Macher“ des wirtschaftlichen Erfolges der Dortmunder Borussia offensichtlich ein Dorn im Auge, dass Verlierer und Gewinner den Stellenwert des „Titelchens“ jeweils unterschiedlich auslegen. „Das Interesse aus dem Ausland ist groß und das Stadion war mit über 80.000 Zuschauern gefüllt“, wies „Aki“ Watzke auf das breite öffentliche Interesse an dem Duell zwischen Meister und Pokalsieger hin.

Den ersten inoffiziellen Titel der Saison hat „sein“ BVB also schon eingefahren, weitere sollen folgen, das liege dem Vizemeister doch im Blut. „Wir haben das Titel-Gen“, scherzte Watzke und betonte, dass mit Ausnahme der 80er in jedem Jahrzehnt mindestens eine Trophäe am Borsigplatz gefeiert wurde.

Auch in dieser Saison ist der Geschäftsführer von der Stärke der Mannschaft von Jürgen Klopp hinreichend überzeugt: „Wir haben einen konkurrenzfähigen Kader“, lobte Watzke auch die Einkäufe von Zorc und konnte sich den kleinen Seitenhieb in Richtung Florian Meyer, der dem BVB den Treffer im DFB-Pokalfinale fälschlicherweise nicht zugesprochen hatte, nicht verkneifen: „Manchmal entscheidet ein einziger Pfiff über einen Titel.“

Wirtschaftlich, so Watzke weiter, wolle man den Erfolg ohnehin über Jahre hinweg sicherstellen. Der BVB boomt, mit der FanWelt hat Marketing-Chef Carsten Cramer erst kürzlich eine neue Einnahme-Quelle unmittelbar vor dem Stadion errichtet. Scheinbar mit Erfolg: „Wir hatten am Tag des Supercups Einnahmen in Höhe von 400.000 Euro“, berichtet Watzke und zieht einen Quervergleich. „Als ich hier angefangen habe, waren es noch 3,5 Millionen Euro pro Jahr.“

Tiefer, versichert der BVB-Boss, wolle er die Anhänger des Vereins jedoch nicht in die Tasche fliegen lassen. „Als wir in Liverpool ankamen, waren wir so geschockt über die Ticketpreise, dass wir nicht mehr so gut Fußball spielen konnten“, versucht er, die Befürchtungen der Fans gleich im Keim zu ersticken. Gleichzeitig verwies er auf das Besondere des eigenen Stadions, das solche Preise wie auf der Insel erst gar nicht zulasse: „Wir haben hier knapp 28.000 Stehplätze.“

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