Christian Wetklo genießt das Training in vollen Zügen. Wieder und wieder setzt er zu Flugparaden an und hechtet durch den Strafraum auf dem Schalker Trainingsgelände. Als er sich anschließend den Fragen stellt, merkt man ihm seine Freude sichtlich an. "Wenn man zwei Kilometer von der Arena und dem Parkstadion aufgewachsen ist, dann kennt man die Umgebung, die Strecke hier hin", betont Wetklo. "Bis auf die Kabine, die ist jetzt neu. Damals, als ich hier weggegangen bin, war die Kabine noch im Parkstadion", lacht er.
Nachdem der mittlerweile 34-jährige das Schalker Tor bereits in der U17 und U19 hütete, folgten ein kurzer Abstecher zu Rot-Weiss Essen und 14 Jahre in Mainz. Eigentlich hatte er im Sommer bereits in Darmstadt unterschrieben, aber es blieb bei einem kurzen Intermezzo, nachdem die Vertragsauflösung von "meiner Seite und nichts anderes" ausging. Um so überraschender kam für Wetklo dann der Transfer nach Schalke. "Ich habe nicht damit gerechnet, nachdem das Kapitel Darmstadt beendet war. Ich bin jetzt überglücklich, dass Schalke noch einen Torwart gesucht und sich für mich entschieden hat", freut sich Wetklo.
Nachdem sich Fabian Giefer längerfristig verletzt hatte und der junge Timon Wellenreuther in der U23 Erfahrung sammeln sollte bestand plötzlich noch Bedarf nach einem Torwart. "Ich freue mich jetzt auf alles und will die Zeit genießen. Für mich ist ein Kindheits-, ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Ich habe das ja auch immer erwähnt als ich noch in Mainz gespielt habe. Auf Schalke spielen zu dürfen, war immer ein Highlight", schwärmt Wetklo.
Seine Rolle im Verein ist ihm dabei voll bewusst. "Ich werde alles geben, der Mannschaft im Rahmen meiner Möglichkeiten zu helfen und die Torhüter, Ralf Fährmann und Timon Wellenreuther, sowie die U23 zu unterstützen", erklärt Wetklo. An mehr will der erfahrene Torwart auch gar nicht denken. "Die Positionen sind ganz klar besprochen und diese werde ich auch zu 100 Prozent ausfüllen. Alles andere wird sich zeigen. Im Fußball kann vieles auch ganz schnell gehen. Und wenn der Fall X eintreten sollte, dann hat man noch einen erfahrenen Torwart in der Hinterhand. Dafür bin ich geholt worden", gibt der 34-jährige zu verstehen.



















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