Schon jetzt aber zieht der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund Bilanz: Er schreibt an einer Autobiografie. "Ich will den Weg beschreiben, den ich gemacht habe - denn das war ein schwerer Weg", sagte er der polnischen Sport-Tageszeitung "Przeglad Sportowy".
Tatsächlich hat der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft einiges zu erzählen: über die schwierigen Anfänge seiner Karriere in Polen, den Wechsel zum BVB, die erneuten Schwierigkeiten, sich durchzusetzen - und den Karrierehöhepunkt mit zwei gewonnenen Meisterschaften, dem DFB-Pokalsieg und der Teilnahme am Champions-League-Finale.
Sein Vater erstach die Mutter
Und über den unfassbaren privaten Schicksalsschlag, den "Kuba" erstmals vor vier Jahren offenbarte: wie er als elfjähriger Junge auf einen Schlag beide Eltern verlor, weil der eigene Vater die Mutter erstach und dafür 15 Jahre ins Gefängnis kam - weshalb Blaszczykowski fortan bei seiner Oma aufwuchs. "Mein Buch wird aber auch viele neue Geschichte enthalten, die ich noch niemandem erzählt habe", versprach er.
Dabei unterstützt ihn die Journalistin Malgorzata Domagalik, die für die polnische Frauenzeitschrift "Twoj styl" arbeitet. "Malgorzata hat mein großes Vertrauen", sagte Blaszczykowski. "Ich denke, dass unser Buch interessant wird." Im kommenden Jahr soll es erscheinen.
Viele Rückschläge
Auch über seine jüngste Leidenszeit, die über achtmonatige Verletzungspause nach seinem Kreuzbandriss, äußerte sich Blaszczykowski - der sich fast wieder bei voller Stärke sieht: "In den vergangenen Monaten habe ich nur an meine Familie und meine Rückkehr gedacht", sagte er. Trotz der vielen Rückschläge sei er aber nie verzweifelt. "Jetzt fühle ich mich stärker und ich bin bereit."
Doch nicht nur sein Körper machte ihm in dieser Phase Sorgen: "Borussias Krise tut mir weh", sagte er "Przeglad Sportowy". "Das ist meine Mannschaft und hier spielen meine Kollegen." Dia aktuelle Phase zeige auch, wie sich die Ansprüche an den BVB erhöht hätten. "Leider freut es viele Leute, dass der BVB eine Krise hat", meinte er. "Das ist aber normal - denn dadurch hat Bayern einen Gegner weniger." Verzweifeln will er aber auch hier nicht. "Zwar ist der Zustand schwer, aber Borussia hat noch viele Möglichkeiten", sagte er. "Der Sieg gegen Hoffenheim war kleiner Schritt in die richtige Richtung."




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