Herr Kehl, wie sind Ihre ersten Eindrücke von der Vorbereitung auf eine immens wichtige Rückrunde?
Das Umfeld hier in La Manga ist uns bekannt, wir sind hier das vierte Mal. Da weiß man, was auf einen zukommt und das wiederum hilft, sich auf Fußball zu konzentrieren. Der Trainings-Umfang ist erwartungsgemäß hoch, aber wir haben auch viel vor in dieser Rückrunde. Jetzt heißt es arbeiten, sich durchbeißen. Die Truppe macht einen guten Eindruck. Jetzt freuen wir uns auf das, was auf uns zukommt.
Sie haben im vergangenen Sommer Ihren Abschied für 2015 angekündigt. Ihre letzte Bundesliga-Saison haben Sie sich vermutlich anders vorgestellt…
Ich habe noch ein bisschen Zeit vor mir und freue mich auf das, was kommt. Ich wollte dieses Jahr noch genießen. Dass wir mit Borussia Dortmund noch mal solche Probleme durchlaufen würden, hätte ich aber natürlich auch nicht gedacht. Aber das macht es spannend.
In der Hinrunde gehörten Sie mit Ihren 34 Jahren zu den positiven Erscheinungen. Selbst ein Rücktritt vom Rücktritt wird immer wieder thematisiert. Freut Sie das?
Natürlich nehme ich das wahr und es freut mich auch. Aber ich weiß, wie schnelllebig das Geschäft ist. Wenn ich nicht in der Vorrunde das eine oder andere Mal ordentlich gespielt hätte, dann gäbe es diese Diskussionen nicht.
Dann ist dieses Ihr definitiv letztes Trainingslager mit dem BVB?
Im Moment sieht es so aus, es gibt keinen neuen Stand.
Sagt der Körper, dass es der richtige Zeitpunkt ist?
Die Pause war für mich sehr hilfreich. Ich habe die letzten Wochen mit einer angebrochenen Rippe gespielt, musste mich immer fitspritzen lassen. Der Urlaub hat die Schmerzen gelindert, aber ganz weg sind sie noch nicht. Aber ich habe noch Spaß und fühle mich nicht so zerbrechlich, dass es nicht mehr gehen würde. Dennoch: Es sieht so aus, als wenn es im kommenden Sommer die Nummer 5 mit dem Namen Kehl nicht mehr geben wird.
Die ersten Kollegen könnten fast Ihr Sohn sein.
Das haben die Jungs auch schon gesagt. Gerade beim Essen habe ich neben Felix Passlack (Nachwuchsspieler aus der U19, Anm. der Red.) gesessen, der ist 16, ich 34.




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