Schlechte Leistungen, Fehlschüsse, trottelige Gegentore, die Degradierung der Nummer eins, Fahren ohne Führerschein: All das war vorgetäuscht, um die Fans des Doublesiegers von 2012 schonend auf den unvermeidlichen Gang ins Unterhaus des deutschen Fußballs vorzubereiten.
BVB-Boss „Aki“ Watzke hat es unverblümt zugegeben: Ja, wir gehen in die zweite Liga! Also, das ist kein Muss jetzt, aber bevor es am Ende heißt, wir hätten nicht alles versucht, um nächste Saison wenigstens gegen Sandhausen und Aue spielen zu dürfen...
Okay, Scherz beiseite, auch wenn alle Menschen dieser Welt, natürlich bis auf die Muslime, ein wenig Ironie aushalten müssen. Der BVB ist nicht so abgehoben, als ob er sich nicht auch auf der spielbetriebsrechtlichen Seite mit dem Super-GAU beschäftigt hätte.
Die Lizenz für die zweite Liga wird also gestellt, falls es Marco Reus und Co. in ihrem Superstar-Universum mitbekommen haben sollten, dass sie Vorletzter sind, ist es nun hochoffiziell, was da im Mai kommen könnte.
Und: Würden sie es in Dortmund, sagen wir mal vergessen, bei der DFL die Spielerlaubnis für die zweite Liga zu beantragen, wäre die stolze Borussia im Falle des Abstiegs ja in die höchste Nichtprofiklasse durchgereicht worden. In der Regionalliga hätten sie sich in Rödinghausen, Wiedenbrück, Wattenscheid und in Essen sowieso natürlich wie bolle auf den BVB gefreut - echte Liebe!
Im Trainingslager in Spanien arbeiteten sie gegen diese Form von selbsterfüllender Prophezeiung, demnächst die beschaulichen Stadien besserer Dorfvereine – nicht Essen jetzt, sondern Sandhausen und so – zu füllen. Trainer Jürgen Klopp ist dabei nicht der einzige, der tatsächlich noch gut weiß, wie Abstiegskampf geht. In der Truppe haben heutige Stars wie Reus, ein Weltmeister wie Matthias Ginter oder der alte Haudegen Sebatian Kehl längst erlebt, dass es nicht immer nur Champagnerklasse im Fußball gibt.
Das sind gute Voraussetzungen, um oben zu überleben. Jetzt müssen sie ab Ende Januar nur mal wieder das gegnerische Tor treffen, dann bleibt die Lizenz zum Abschmieren auch in der Schublade – neben dem Briefkopf mit der letzten Meisterschaft. Ist ja noch nicht so lange her.






Hinweis:
Um Kommentare schreiben zu können, musst du eingeloggt sein. Falls du noch nicht angemeldet bist, kannst du dich hier kostenlos anmelden.
Login via Facebook
Der Login via Facebook erleichtert Ihnen die Anmeldung