Seit 1981 ist er für Borussia Dortmund aktiv, davon 17 Jahre als Profi auf dem Platz und jetzt ebenfalls im 17. Jahr als Sportdirektor neben dem Platz. In diesen bald 34 Jahren hat Zorc schon so manche Höhen und Tiefen der Schwarzgelben miterlebt.
Die Zahl 17 scheint „Susi“ Zorc im Moment irgendwie zu verfolgen. Schließlich weilt sein Klub in der Bundesliga auf eben diesem Rang. Für den BVB bedeutet das: so schnell wie möglich soll dieser Abstiegsrang verlassen werden.
Wertvolle Tipps hierfür können sich die Spieler bei ihrem Sportdirektor holen. Dem ist es 1985/86 gelungen, mit dem BVB die Klasse zu halten. Auch dank seiner Tore in der Relegation gegen Fortuna Köln stieg Dortmund damals nicht ab.
Und Zorc hat den BVB zu zwei Meisterschaften geschossen. Mit jeweils 15 Treffern war er 1995 und 1996 bester Torschütze der Schwarzgelben. Vielleicht kann er auch hier ein paar Tipps an seine Schützlinge weitergeben, schließlich war die Torausbeute der Dortmunder in der Hinserie ein ganz großes Manko.
In den 34 Jahren, die Zorc jetzt in Dortmund ist, hat er immer wieder erlebt, dass es dem BVB gelungen ist, sich nach Rückschlägen zurückzukämpfen. So auch nach den Erfolgen zum Ende seiner Karriere – also zu Beginn seiner Arbeit als Sportdirektor. Nachdem die Vereinsführung damals zu dem Ergebnis kam, dass der Umbruch in der Mannschaft verpasst wurde, stellt sich auch jetzt die Frage, ob man sich nach den beiden Meisterschaften zu sehr auf den alten Kader verlassen hat. „Ich glaube, dass das heute eine grundlegend andere Situation ist“, erklärt Zorc. „Sowohl, was den Zustand und die wirtschaftliche Situation des Klubs angeht, als auch die Phase, in der sich die Mannschaft befindet.“ Im Gegensatz zu damals sieht er Dortmund nicht veraltet – „Damals war ich als wahrscheinlich Ältester mittendrin, kaum einer war jünger als 30.“ Vielmehr sieht er die Entwicklung der Spieler noch lange nicht abgeschlossen.
Und auch wenn Zorc Abstiegskampf kennt, die aktuelle Situation ist für den Sportdirektor nicht einfach. „Natürlich versucht man, ein paar Tage abzuschalten“, erklärt er in Bezug auf die fußballfreie Zeit, „aber das gelingt nie zu 100 Prozent.“ Zumal er sich ja auch eigentlich um die nächste Saison kümmern müsste. Derartige Planungen erweisen sich in der aktuellen Situation allerdings schwer. Zorc bleibt diesbezüglich aber gewohnt gelassen. „Unser Fokus liegt derzeit darauf, den Abstieg zu vermeiden. Alles andere können wir besprechen, wenn wieder mehr Klarheit herrscht.“ Und die hofft der Sportdirektor natürlich so schnell wie möglich zu haben.




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