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Eishockey-Oberliga
EVD lässt Herne keine Chance

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In den letzten zwei Jahren waren die Partien zwischen den Füchsen Duisburg und dem Herner EV fast immer sehr enge Kisten. Nicht so am Freitagabend.

Vor 1380 Zuschauern in der Scania-Arena besiegte der EVD den HEV mit 8:1. Dass der zwischenzeitliche Treffer zum 3:0 durch Fabio Pfohl mit dem Schlittschuh erzielt wurde, interessierte aufgrund der Deutlichkeit des Resultats am Ende keinen mehr. Auf Herner Seite fehlte nicht nur der mit einer Schulterecksgelenkssprung bis auf Weiteres ausfallende Star-Stürmer Jakub Rumpel, sondern auch Torwart Benjamin Voigt, der sich mit einem Virus für die ganze Woche krankmeldete. Dessen erst 17-jähriger Ersatzmann Michel Weidekamp konnte seinen Vorderleuten kaum Sicherheit geben und sah bei mehreren Gegentoren nicht sonderlich gut aus. Besonders bitter für die Gysenberger: Auch der zweite Kontingentstürmer Jiri Svejda musste zum Ende des ersten Drittels mit einer Schulterverletzung vom Eis. Eine Diagnose stand am Freitagabend noch aus, die Wahrscheinlichkeit, dass der Tscheche am Sonntagabend gegen die Moskitos Essen zum Einsatz kommen kann, ist aber nach ersten Aussagen der Herner Verantwortlichen gering.

Ausgeglichenheit ist Trumpf

Zufriedene Gesichter hingegen gab es bei den Gastgebern zu sehen. Alle vier Sturmreihen konnten sich aufs Scoreboard bringen, die Treffer wurden zudem von acht verschiedenen Schützen erzielt. Was selbstverständlich auch HEV-Coach Frank Petrozza nicht verborgen blieb: "Duisburg verfügt über vier ausgeglichene, starke Reihen und ist ein absoluter Aufstiegskandidat", äußerte der Italo-Kanadier auf der anschließenden Pressekonferenz. Etwas nüchterner bilanzierte sein Pendant auf EVD-Seite, Uli Egen, "dass ich im Großen und Ganzen zufrieden bin, außer mit dem ersten Drittel. Da haben wir nur glückliche Tore geschossen. Danach wurde es besser und wir haben nicht aufgehört, offensiv zu spielen, was wir unseren Zuschauern auch schuldig sind."

Unterschiedliche Vorzeichen

Am Sonntag erwarten die Füchse den vielen Interessierten und Fans äußerst unbekannten Ost-Vierten Tornado Niesky an der Margaretenstraße (Bully: 18.30 Uhr). Der Trainer geht diese Aufgabe jedenfalls mit einer ordentliche Menge an Selbstvertrauen an: "Wir kennen Niesky kaum, aber das spielt für uns mit unserem Kader keine Rolle. Wir wollen unser Spiel spielen, aggressiv spielen, Forechecking betreiben und uns nicht nach denen richten."

Frank Petrozza hingegen geht mit einigen Sorgen in den sonntäglichen Derby-Klassiker gegen die Moskitos (Bully: 18.30 Uhr, Gysenberghalle): "Ich weiß, dass dieses Spiel gerade für unsere Fans sehr wichtig ist. Wir werden alles probieren, ich weiß aber noch nicht einmal, wie viele Spieler ich dann zur Verfügung habe. Heute hatten wir nach einem Drittel kaum noch und im letzten Drittel gar keine Kraft mehr." Bleibt aus Herner Sicht zu hoffen, dass die Akkus schnell wieder aufgeladen werden können. Denn im vierten Spiel der Verzahnungsrunde sollten nach drei Niederlagen in Folge durchaus die ersten Punkte eingefahren werden, will man die Anhänger bis zum letzten Spieltag Mitte März bei der Stange halten. Denn der für das Erreichen des Playoff-Viertelfinals benötigte Platz zwei ist jetzt schon in ganz weite Ferne gerückt...

Statistik:

Tore:
1:0 Walkowiak (Ziolkowski, Orendorz) (6.)
2:0 Fischbuch (Walkowiak, Orendorz) (10.)
3:0 Pfohl (21.)
4:0 Orendorz (Zerressen, Fischbuch) (32.)
5:0 Fröhlich (33.)
6:0 Lascheit (Schmidt, Pietsch) (43.)
6:1 Nieberle (Ackers) (44.)
7:1 Schmidt (Zerressen, Fischbuch) (46.)
8:1 Pietsch (Schmidt, Ziolkowski) (57.)

Zuschauer: 1380

Strafminuten: Duisburg 14, Herne 10

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