"Das Instrument der Reduzierung von Tickets für Gästefans ist natürlich grundsätzlich möglich. Aber komplett auf Gästefans zu verzichten, mit der Entscheidung hätte ich Kummer", äußerte der bald scheidende DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig gegnüber dem "Express".
Der langjährige Bundesliga-Manager betonte: "Derbys leben ja auch von dieser Stimmung zwischen den Fanlagern. Ich kann mir aber vorstellen, über personalisierte Tickets für sicherheitsrelevante Spiele nachzudenken. Damit wurden beim Niedersachsen-Derby zwischen Braunschweig und Hannover gute Erfahrungen gemacht."
Rettig nimmt allerdings zudem die Fans in Verantwortung: "Bei solchen Krawallen im Stadion sind ja viele auch als stille Begleiter dabei. Die dürfen sich nicht wieder in ihr Schneckenhaus zurückziehen. In den Fankreisen muss eine öffentliche Distanzierung von diesen Kriminellen stattfinden! Wer meint, man darf diese Personen nicht verpfeifen, der liegt falsch!"
Dass dies teilweise als Denunziantentum ausgelegt wurde, kann der ehemalige Manager des 1. FC Köln und des FC Augsburg nicht verstehen: "Kriminelle zu outen und dies als Denunziantentum zu bezeichnen, das ist doch aberwitzig! Ich kann verstehen, dass manche Leute Angst vor diesen Kriminellen haben. Aber dann gilt es, diesen Leuten Schutz zu gewähren."

Hinweis:
Um Kommentare schreiben zu können, musst du eingeloggt sein. Falls du noch nicht angemeldet bist, kannst du dich hier kostenlos anmelden.
Login via Facebook
Der Login via Facebook erleichtert Ihnen die Anmeldung