Die Mainfranken siegten vor 2243 Zuschauern in der gut gefüllten Sporthalle „Am Hallo“ mit 22:21 (14:11) und fügten dem TUSEM die erste Niederlage nach zuletzt neun ungeschlagenen Partien vor eigenem Publikum zu.
Erst acht Sekunden vor dem Schlusspfiff war die Partie entschieden. Ausgerechnet ein Fehlpass von Michael Hegemann auf Kreisläufer Paul Trodler ging „in die Hose“ – Großwallstadt konnte es sich sogar noch leisten, den letzten Gegenstoß ins Fangnetz hinterm Tor zu prügeln.
2243 Zuschauer pushen die Essener
Die Szene war symptomatisch für den Auftritt der Essener, die sich – getragen von den 2243 Zuschauern in der gut gefüllten Halle – von den starken Gästen nicht abschütteln ließen. Denn dem TUSEM fehlte in den richtigen Situationen die nötige Cleverness, um sich richtig festzubeißen. Als der TVG in der 44. Minute nach einer doppelten Zeitstrafe nur noch mit vier Spielern auf der Platte stand, schloss Lasse Seidel von Linksaußen zu überhastet ab. „Es war von ein Spiel, wie ich es erwartet hatte. Wir wollten einfach zu viel und haben dann zu einfach die Bälle weggeschmissen“, resümierte Dragunski.
Und auch Mittelmann Jonas Ellwanger stimmte mit ein: „Wir hätten uns das ein oder andere Mal einen Vorsprung herausschießen können. Vor allem, weil uns das Publikum immer wieder gepusht hat. Das war für uns der achte Mann.“
Hannes Lindt noch angeschlagen
Der gleichen Ansicht war sein Trainer. „Die Halle war phänomenal heute. Wir haben trotz der Niederlage allen Grund gegeben, dass viele Zuschauer in die Halle kommen. Es war spannend bis zur letzten Sekunde“, bedankte sich der 45-Jährige beim Publikum. Dass die stolze Serie vor den eigenen Fans gerissen war, fiel überhaupt nicht so schwer ins Gewicht. „Hannes Lindt war noch geschwächt durch seine Grippe. Außerdem haben wir wieder gezeigt, was uns ausmacht. Kampf und Teamgeist. Darauf bauen wir weiter auf.“

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