Ein äußerst erfreuliches Wochenende liegt hinter allen, die es mit Rot-Weiß Oberhausen halten. Durch einen überzeugenden 4:0 (1:0)-Erfolg über den SC Wiedenbrück gelang der Sprung auf den dritten Tabellenplatz. Viel bedeutender war jedoch die Nachricht, dass der Vertrag mit Raphael Steinmetz um ein weiteres Jahr verlängert wurde.
Es war ein weiteres Signal der sportlichen Leitung, das die Kleeblätter dringend benötigt haben. Die nicht beantragte Lizenz für die 3. Liga hat vor allem beim Anhang für Ernüchterung gesorgt. Nur 1.380 Zuschauer verirrten sich am Samstag im Stadion Niederrhein – ein trauriger Minusrekord. Auch wenn die Verantwortlichen bemüht sind, die Bedeutung der Restsaison hervorzuheben, stoßen die vermeintlichen Freundschaftsspiele beim Anhang auf geringes Interesse.
Erst Udegbe, dann Steinmetz
Einer der daran etwas ändern könnte, ist Publikumsliebling Raphael Steinmetz. Der 20-Jährige dient derzeit als Aushängeschild des Vereins. So ließ es sich RWO vor der Partie auch nicht nehmen, den Fans die Vertragsverlängerung mit Steinmetz zu verkünden. Damit bleibt der Siegtorschütze vom Derby gegen Rot-Weiss Essen mindestens bis zum 30. Juni 2017 bei RWO. Nach der Verpflichtung von Toptorhüter Robin Udegbe konnten die Oberhausener ein zweites Ausrufezeichen setzen. „Wir werden noch viel Freude an diesem Jungen haben. Dass wir Raphael langfristig binden konnten, macht uns sehr stolz“, betont RWO-Manager Frank Kontny.
Große Freude hatten die wenigen Oberhausener Zuschauer bereits am Samstag mit ihrem „Local Hero“, der im vergangenen Sommer vom Landesligisten Arminia Klosterhardt zur Lindnerstraße wechselte. Beflügelt von seiner Vertragsverlängerung ließ er gegen Wiedenbrück eine Gala folgen und erzielte seinen ersten Hattrick in der Regionalliga. „Natürlich hat mir die Verlängerung Auftrieb gegeben“, räumt Steinmetz ein. „Ich bin in Oberhausen geboren und genieße es, für RWO zu spielen. Deshalb habe ich auch nicht lange gezögert, als der Verein mir das Angebot für ein weiteres Jahr unterbreitete.“
Es sieht ganz danach aus, als wäre den Rot-Weißen mit der Verpflichtung des abschlussstarken Stürmers ein echter Volltreffer gelungen, von dem der Klub in naher Zukunft auch finanziell profitieren könnte. Steinmetz hat vor kurzem seine Ausbildung abgeschlossen und hat vorerst nicht mehr mit einer harten Doppelbelastung aus Arbeit und Fußball zu kämpfen. „Sein Arbeitgeber hat ihn für die nächsten drei Monate freigestellt. Wir sind froh, dass es reibungslos geklappt hat und arbeiten derzeit auch an einer Lösung für die nächste Saison“, sagt Kontny.
Sollte Steinmetz seinen Lauf fortsetzen und die zuletzt starken Leistungen regelmäßig abrufen, dürften auch andere Vereine auf den Angreifer aufmerksam werden. Wie schnell es in so einem Fall gehen kann, bewies zuletzt das Beispiel Gideon Jung. Rund 150.000 Euro spülte der Verkauf in die klammen Kassen.
Vorerst ist die Vertragsverlängerung aber ein eindeutiges Zeichen an den Verein und vor allem an die Anhänger, die ihren Helden nach dem Wiedenbrück-Spiel ausgiebig feierten. Sollte Steinmetz weiter auftrumpfen, könnte bald wieder ein Bad in einer deutlich größeren Menge nehmen.



















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