Erzielt hat es in Leroy Sané
Leroy Sane» zum Profilein Nachwuchsspieler, der vor Saisonbeginn nicht unbedingt als Goalgetter eingeplant war. Es war der Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 40. Minute beim 2:2 in Berlin. Im gleichen Spiel netzte auch Joel Matip noch ein, seitdem steht bei Schalke die Null. Und zwar vorne.
Sané kann am wenigsten dafür. Schließlich ist der erst 19-Jährige eher dafür da, mal auszuhelfen, wenn es nicht anders geht. Solange die etatmäßigen Angreifer aber zur Verfügung stehen, muss Sané mit einem Platz auf der Ersatzbank Vorlieb nehmen.
Allmählich drängt sich jedoch die Frage auf, wie lange das kriselnde Duo Klaas-Jan Huntelaar (7 Tore in der Hinrunde) und Eric Maxim Choupo-Moting (9) noch ihrer Form hinterher laufen dürfen, bis Roberto Di Matteo Ihnen eine Pause gönnt.
Die Frage ist: Woran liegt‘s? Zum einen an der defensiv ausgerichteten Taktik Di Matteos. In einer Vielzahl der letzten Spiele hingen die Stürmer völlig in der Luft. Zudem scheint es tatsächlich so zu sein, dasss eine Unterbrechung von ein paar Spielen dafür sorgt, dass plötzlich völlige Ladehemmung herrscht.
Genau so stellt sich der Fall bei Choupo-Moting und Huntelaar dar. Der Deutsch-Kameruner kommt einfach nicht aus dem Loch heraus, in das er sich mit der glücklosen Teilnahme am Afrika-Cup im Januar begeben hat. Eine Ausnahme war das Heimspiel gegen Hoffenheim, als er Max Meyer
Max Meyer» zum Profil zwei Treffer auflegte – selbst allerdings leer ausging. „Es ist egal, wer die Tore macht“, hieß später – und Meyer wollte sich bei „Choupo“ auch revanchieren.
Darauf warten die Schalke-Fans genau so wie auf einen Treffer des „Hunters“. Bei ihm ist die Krise noch prekärer. Zwar zeigt der Niederländer im Training keinerlei Verunsicherung, in der Liga aber ist er spätestens seit seiner Rotsperre (19. bis 22. Spieltag) die personifizierte Harmlosigkeit.
1049
Kaum zu glauben, aber wahr: Klaas-Jan Huntelaar blieb in seiner ersten Saison auf Schalke noch länger ohne eigenen Treffer. 1049 Minuten musste er zwischen dem 13. November 2010 und dem 7. Mai 2011 auf ein Erfolgserlebnis warten.
Auch er hatte zwischendurch eine Sternstunde, der Doppelpack gegen Real Madrid war am Ende jedoch wertlos. Auf einen Liga-Treffer wartet Huntelaar hingegen schon seit dem 29. November 2014. Böse Zungen stellen bereits einen Zusammenhang zur Vertragsverlängerung her. Der neue Kontrakt läuft bis 2017 und soll mit rund acht Millionen Euro pro Jahr extrem gut dotiert sein – wurde aber ausgerechnet auch am Anfang der großen Flaute festgezurrt.
Heldt wird kritisch
Horst Heldt muss sich allmählich fragen, ob diese Entscheidung aus Sicht des Vereins wirklich die beste war. Nach dem torlosen Remis in Augsburg schlug Schalkes Manager erstmals kritische Töne an: „Klaas-Jan Huntelaar hatte die klarste Möglichkeit. Natürlich musst du solche Situationen nutzen. Wenn du das nicht machst, gehst du nicht als Sieger vom Platz.“ Nicht die rosigsten Aussichten für die Blau-Weißen, die ja eigentlich immer noch in die Champions League einziehen wollen. Dazu brauchen sie viel Glück, auch vor dem gegnerischen Tor. Genau dafür hatte Schalke Huntelaar schließlich vor knapp fünf Jahren vom FC Mailand losgeist. Mit 14 Millionen Euro ist er noch immer der teuerste Transfer der Vereingeschichte.



















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