Dass Borussia Dortmund und Jürgen Klopp irgendwann getrennte Wege gehen würden, war klar. Dass es jetzt passiert, kommt überraschend und ist für viele Fans des BVB sehr schmerzhaft. Mit Klopp verlässt der dienstälteste Trainer der Vereinsgeschichte die Borussia. Und es verlässt sie der Coach, der in Dortmund noch Größeres geleistet hat als Ottmar Hitzfeld, der zuvor DER Trainerheld aller Schwarzgelben gewesen war. Hitzfeld ist mit dem BVB zwei Mal Meister und ein Mal Champions League Sieger geworden, hatte allerdings für damalige Verhältnisse einen hochkarätig besetzten Kader beisammen. Klopp hat die Borussia seit 2008 aus dem Tal der Tränen geführt, aus unbekannten Spielern Stars geformt und drei Titelgewinne gefeiert, die emotionaler nicht hätten sein können.
In der aktuellen Spielzeit ging es erstmals in Klopps Amtszeit deutlich bergab. Die Mannschaft konnte ihre Leistungen aus der Vergangenheit nicht bestätigen, hochkarätige Neuzugänge hielten nicht, was sie versprachen. Trotzdem war der gebürtige Stuttgarter praktisch unumstritten. Wo in anderen Vereinen zu diesem Zeitpunkt der Saison schon längst drei verschiedene Trainer auf der Bank gesessen hätten, bekam der 47-Jährige das Vertrauen und behielt es bei der überwältigenden Mehrheit aller Fans bis zum Schluss. Klopp hat in Dortmund Legendenstatus erreicht. Er verlässt den BVB als Held – daran wird auch dieses unschöne Ende seiner sieben Jahre beim BVB nichts ändern.




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