„Die letzten Wochen sind nicht spurlos an uns vorbeigegangen und das hat man, denke ich, auch gemerkt“, stellte der Innenverteidiger nach dem 2:0 gegen den kleinen Nachbarn fest.
In der Tat war gerade die Defensivleistung doch reichlich wacklig. Die Krayer schafften es gleich mehrfach, die RWE-Abwehr zu überwinden und kamen zu diversen hochkarätigen Chancen. Die Rot-Weissen hatten diesmal allerdings das nötige Glück auf ihrer Seite, um das Spiel zu gewinnen. „In den letzten Wochen wäre der Freistoß an die Latte wahrscheinlich reingegangen“, sagte Zeiger über einen Versuch von Ömer Akman aus der 62. Minute.
Eine Erklärung für die mitunter auftretenden Schwierigkeiten in der Abwehr kann die veränderte Essener Spielanlage sein. Das neue Trainerduo Jürgen Lucas und Markus Reiter fordert schließlich von den Spielern, den Ball stets von hinten heraus zu spielen und nicht lang nach vorne zu schlagen. „Ich denke, das Risiko ist ein Stück größer geworden, aber es macht uns Abwehrspielern auch viel Spaß, wenn wir hinten raus spielen sollen“, erklärte der Abwehrchef. In der Tat versuchte nicht nur die Viererkette, sondern sogar Torwart Niclas Heimann, in fast allen Situationen – selbst unter Bedrängnis durch die Gegenspieler – den Ball flach nach vorne zu spielen. Zeiger bat um Geduld mit der Mannschaft, weil diese Vorgabe nicht gleich zu 100 Prozent erfolgreich umgesetzt werden könne: „Dass wir jetzt nicht alles sofort richtig machen, ist klar. Das muss alles Schritt für Schritt gehen.“
In den verbleibenden Ligaspielen hat RWE nun die nötige Zeit, diese Schritte zu machen, schließlich gibt es in der Liga für die Rot-Weissen nicht mehr viel zu holen. Immerhin das vor der Saison ausgegebene Ziel Platz fünf soll noch erreicht werden. Und auch das Selbstvertrauen soll Stück für Stück zurückkehren. Sicher ist: Es wird nicht automatisch weiter bergauf gehen: „So klar sind wir dann doch in der Birne, dass wir wissen: Mit einem Sieg ist nicht alles anders. Es ist noch ein langer Weg da raus!“, weiß Zeiger.



















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