Insgesamt 98 Bundesligaspiele hat der Mann mit den Dreadlocks für den BVB absolviert, dabei neun Tore erzielt und zwölf weitere vorbereitet. In Erinnerung dürfte Tinga den BVB-Anhängern aber eher wegen seiner Lauf- und Willensstärke geblieben sein.
Der heute 37-Jährige spielte nicht typisch brasilianisch, er ragte kaum einmal als Individualist heraus, stellte sich aber immer in den Dienst der Mannschaft. "Wenn es gut läuft, bin ich nicht der Beste. Und wenn es Schwierigkeiten gibt, nicht der Schlechteste", sagte Tinga einst über sich.
Dennoch schaffte er den Sprung in die Nationalmannschaft, absolvierte vier Spiele für sein Land. Auch auf Vereinsebene feierte Tinga große Erfolge: Er gewann mit Internacional Porto Alegre gleich zweimal die Copa Libertadores, die südamerikanische Champions-League. Und mit Cruzeiro Belo Horizonte wurde der Mittelfeldmotor in den letzten beiden Jahren seiner Karriere Meister.
Borussia Dortmund und seine Fans hat Tinga nicht vergessen. Bei einer Pressekonferenz zu seinem Karriereende kündigte er nach Informationen des "Kicker" an, zum Finale des DFB-Pokals nach Berlin reisen zu wollen. Vielleicht streift er sich dann noch einmal ein schwarz-gelbes Trikot über - um seinem BVB von der Tribüne aus die Daumen zu drücken..




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