Der Landshuter hatte beim 3:0 von Titelverteidiger Argentinien gegen Chile Gary Medel und Dagoberto Currimilla vom Platz gestellt und musste wie seine Assistenten Jan-Hendrik Salver und Volker Wezel nach dem Abpfiff von Ordnern vor aufgebrachten Spielern geschützt werden. Danach musste er in einem Hagel von Wurfgeschossen in den Kabinengang sprinten, um nicht verletzt zu werden.
Auch in den Katakomben des Stadions von Toronto gaben die Chilenen keine Ruhe. Es kam zu einem Handgemenge mit der Polizei, nach dem alle 21 Spieler kurzzeitig verhaftet wurden. Inzwischen sind die Unruhestifter aber wieder auf freiem Fuß. Der Weltverband FIFA leitete umgehend eine Untersuchung ein.
Argentinien trifft im Finale auf Tschechien, das Österreich tags zuvor mit 2:0 besiegt hatte. Angel Di Maria (12.) fügte den Chilenen in Toronto das erste Gegentor des Turniers zu, Claudio Yacob (65.) und Maximiliano Moralez (90.) machten alles klar. Das Endspiel findet am Sonntag ebenfalls in Toronto statt.
