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Timo Boll ist Chinas "Staatsfeind Nr.1"
"Das muss man sich hart erarbeiten"

Für die Stiftung Deutsche Sporthilfe wird Tischtennisstar Timo Boll zum Staatsfeind. Mit diesem provokanten Motiv wirbt die Stiftung seit dem Wochenende in zehn großen Städten. Dem Sport-Informations-Dienst (sid) berichtete der Ausnahmespieler vom realen Hintergrund: "In China gibt es eine offizielle Liste mit internationalen Staatsfeinden des Sports. Darauf steht auch mein Name, ziemlich weit oben sogar."

Der 26-Jährige betrachtet es als große Ehre, dass er im Tischtennis-Land Nummer 1 im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking als große Bedrohung für die einheimischen Stars gilt. "Dass man auf diese Liste kommt, muss man sich schon hart erarbeiten", meinte Boll: "Ich war für einen Wettkampf noch nie so motiviert wie für Olympia 2008. Ich werde alles aus mir herausholen."

Nach auskurierter Rückenverletzung ist der amtierende Europameister gerade wieder ins Training eingestiegen. Beim Bundesligisten Borussia Düsseldorf wird er in der Vorbereitung auf Olympia 2008 viele Freiheiten bekommen. "Ich werde in der Bundesliga-Vorrunde nur einige Spiele bestreiten", sagte der Hesse: "Ich will mich auf die Champions League konzentrieren und in der Bundesliga vor allem auf die Playoffs am Ende der Saison."

Neben Boll machen bei der Sporthilfe-Kampagne auch Franziska van Almsick, Dirk Nowitzki, Oliver Kahn, Jens Lehmann und die deutsche Handball-Nationalmannschaft mit. Die insgesamt 423 Großplakate mit den Konterfeis der Sportler sind seit Samstag in Berlin, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart zu sehen.

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