Alles andere als der Sprung in die DEL2 wäre eine Enttäuschung. Dafür verpflichtete die neue Sportliche Leitung um Trainer Tomas Martinec und Manager Lance Nethery einige namhafte Cracks, um die Abgänge zahlreicher Leistungsträger wie Fabio Pfohl (Wolfsburg/DEL), Felix Bick (Düsseldorf/DEL), Diego Hofland und Dominik Lascheit (beide Bad Nauheim/DEL2) sowie Ex-Kapitän Dennis Fischbuch (Ratingen/1. Liga West) aufzufangen.
Für den wohl größten „Aha-Effekt“ in Umfeld wie Liga sorgte die Einigung mit dem langjährigen DEL-Torwart Sebastian Stefaniszin, der bei den Kölner Haien keinen neuen Kontrakt bekam. Der 28-Jährige zeigte sich von seinem ersten Spiel in Schwarz-Rot an direkt in Topform und spielte in seinen sieben Testeinsätzen dreimal zu Null. Aber auch bei den Feldspielern langten Martinec und Nethery ordentlich zu. Die Verteidiger Yannis Walch (Landshut) und Lukas Gärtner (Frankfurt) und der erst kürzlich verpflichtete Kevin Neumüller (Crimmitschau) wechseln ebenso aus der DEL2 an die Wedau wie die Angreifer Viktor Beck (Bremerhaven), Danny Albrecht (Weißwasser) und Daniel Kunce jr. (Kassel). Auch vom Kanadier Chad Niddery (Ohio State University), bei dem eine baldige Einbürgerung angestrebt wird, erwarten sich Fans und Verantwortliche einiges.
Wir wollen natürlich hoch
Tomas Martinec
„Wir wollen natürlich hoch, können aber nicht alles beeinflussen. Gewisse Schiedsrichterentscheidungen sowie Verletzungspech können uns Punkte kosten. Hart spielen und hart arbeiten müssen und werden wir“, verspricht Martinec. Der aber auch weiß, dass es ab einer bestimmten Anzahl an Ausfällen brutal schwer wird, sich gegen die schlagkräftigere Konkurrenz à la Leipzig durchzusetzen. Denn mit nur elf Stürmern ist der EVD zumindest in der „Abteilung Attacke“ etwas dünn besetzt.
Zudem ganz bitter: Top-Verteidiger Manuel Neumann fällt mit einem Kreuzbandriss womöglich bis zum Saisonende aus. Mit Ausnahme des 28-Jährigen sind aber zum Auftaktspiel in der Hauptstadt alle Mann an Bord. So richtig einzuschätzen vermag Martinec die Preussen noch nicht: "Die können sicher Schlittschuh laufen und hart kämpfen. Inwiefern sie aber ein Spiel lesen oder gestalten können, müssen wir abwarten." Sicher ist: Alles andere als sechs Punkte zum Start gegen die beiden blutjungen Teams aus Berlin und Essen käme einem ersten Dämpfer gleich. Dies wurde im Rahmen eines Fan-Talks am Dienstagabend mit Vertretern aus Vereinsführung und Mannschaft auch deutlich gemacht.
RS-Tipp: Bleiben die Füchse von weiteren Verletzungen à la Neumann verschont, gehen sie als Tabellenerster in die Nord-Playoffs. Mit Sebastian Stefaniszin spielt der beste Torhüter der Liga an der Wedau und wird dem EVD im Alleingang einige Punkte sichern. Auf dem Papier scheinen die hochkarätigen Abgänge in Sturm und Abwehr ebenso hochkarätig ersetzt worden zu sein. Insbesondere auf die IceFighters Leipzig und die Hannover Indians sollte man an der Margaretenstraße aber ein Auge haben.
Die ersten Spiele:
Freitag, 25. September, 19.30 Uhr: Preussen Berlin - EVD
Sonntag, 27. September, 18.30 Uhr: EVD - Moskitos Essen
Freitag, 2. Oktober, 19.30 Uhr: EVD - Rostock Piranhas
Sonntag, 4. Oktober, 15 Uhr: Tilburg Trappers - EVD

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