Nach dem knappen wie hart umkämpften 3:2-Sieg nach Penaltyschießen beim Ruhrrivalen Herner EV am Vorabend konnte Brian McCutcheon am Sonntagabend endgültig feststellen, dass er vor knapp zweieinhalb Wochen ein wirklich starkes Team übernommen hat. "Ich war ein wenig besorgt, ob die Jungs diesen für diese Liga ungewöhnlichen Rhythmus mit zwei Spielen an aufeinanderfolgenden Tagen packen", gab der Kanadier nach Spielende zu. Wirklich Grund zur Sorge, dass die drei Punkte vielleicht doch nicht an der Wedau bleiben, brauchte McCutcheon aber zu fast keinem Zeitpunkt im Spiel zu haben. Der EVD präsentierte sich vor 2028 Besuchern in der Scania-Arena über weite Strecken sehr bissig, aggressiv und effektiv. Demzufolge stand nach knapp 30 Minuten eine auch in dieser Höhe verdiente 3:0-Führung auf der Anzeigetafel.
Lediglich mit einer Phase gegen Ende des zweiten Drittels, in welcher die Scorpions dann bei doppelter Überzahl auch zum Anschlusstor durch Sachar Blank kamen, konnte McCutcheon nicht zufrieden sein: "Da haben wir unseren Fokus verloren und zu viele Strafzeiten kassiert. Das muss in den kommenden Spielen besser werden", erklärte er. Mit dem dritten Füchse-Powerplaytor durch Markus Schmidts Hammer von der blauen Linie (54.) war die Partie dann aber gelaufen. "Wir haben nach den schwächeren letzten Minuten im zweiten Drittel eine gute Antwort im dritten Abschnitt gezeigt. Und ich bin sehr froh, dass das Powerplay so gut funktioniert hat", erklärte McCutcheon.
Hannovers Trainer Len Soccio haderte vor allem mit dem Auftreten seiner Mannschaft im ersten Drittel. "Da haben wir den Kampf nicht angenommen. Duisburg hat sich hingegen über 60 Minuten spritzig und hungrig gezeigt." Nun führt der EVD nach dem letzten Heimspiel des Kalenderjahres 2015 die Tabelle mit neun Punkten Vorsprung auf den HEV an, die letzte Auswärtsfahrt im alten Jahr führt die Schwarz-Roten am Mittwochabend zu den Wedemark Scorpions. Ein Gegner, der für den neuen Coach noch eine große Unbekannte ist, wie er zugab: "Eigentlich hatte ich mich erst einmal nur mit diesem schweren Wochenende befasst. Aber Lance (Nethery, Sportlicher Leiter, Anm. d. Red.) hilft natürlich sehr. Er kennt die Liga, die Teams und die Spieler." Mal im Ernst: Nach den zuletzt gezeigten Leistungen und vier Siegen gegen die Top-Teams aus Tilburg, Neuwied, Herne und Hannover sollte ein Dreier beim Tabellenelften für den EVD nur Formsache sein.
Statistiken:
Tore:
1:0 13:15 Huebscher (Bettahar, Joly) PP1
2:0 14:02 Joly (Niddery, Walkowiak)
3:0 30:24 Bettahar (Joly, Huebscher) PP1
3:1 37:12 Blank (Bacek, Thomson) PP2
4:1 53:01 Schmidt (Tepper, Huebscher) PP1
5:1 56:50 Bauermeister (Tepper, Bettahar)
Strafminuten:
Duisburg 18 + 10 Stefaniszin, Hannover 22 + 10 Hungerecker
Zuschauer:
2028

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