Das Landgericht Köln hat am Mittwoch in der Affäre um die Fußball-WM 2006 den Eingang einer Klage von Günter Netzer gegen den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger bestätigt. «Wir haben die Klage, das Verfahren ist anhängig», sagte Gerichtssprecher Achim Hengstenberg der Deutschen Presse-Agentur. Mehr könne er zum jetzigen Zeitpunkt dazu nicht sagen. Netzer wehrt sich seit Wochen gegen die Behauptung des früheren DFB-Präsidenten, er habe bei einem Treffen in Zürich einen Stimmenkauf von vier asiatischen FIFA-Funktionären vor der Vergabe der WM 2006 an Deutschland bestätigt.
Zwanziger hatte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" gegenüber genau das gesagt. Netzer, der im achtköpfigen Aufsichtsrats des WM-Organisationskomitees saß, forderte daraufhin eine Unterlassungserklärung - die Zwanziger aber nicht unterzeichnete. "Es gibt für mich keinen Grund, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Ich sage die Wahrheit. Deshalb lasse ich es auch gern auf einen Prozess ankommen", sagte er schon Ende Oktober.



















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