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Manager erwarten den Wegfall der 50+1-Regel

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SpoBiS 2013, Messe Düsseldorf, Sportbusiness Kongress, Kamera Plenum, SpoBiS 2013, Messe Düsseldorf, Sportbusiness Kongress, Kamera Plenum

In England sprudeln dank des neuen TV-Vertrags die Einnahmen – daher rechnen viele Bundesligamanager damit, dass sich die deutschen Klubs stärker für Investoren öffnen.

Es ist ein düsteres Szenario, das Klaus Hofmann ausmalt: „Nehmen Sie einen Spieler wie Markus Feulner“, sagt der Präsident des FC Augsburg beim SPONSORs Business Summit, dem Treffen von Sport und Wirtschaft in der Düsseldorfer Messe. „Der ist bei uns die Nummer zwölf oder dreizehn im Kader. In Zukunft wird sich die Bundesliga über einen solchen Spieler freuen.“ Der Grund für Hofmanns pessimistischen Ausblick: der TV-Vertrag der englischen Premier League, der den 20 Erstligisten von der Insel über die kommenden drei Spielzeiten etwa 6,9 Milliarden Euro einbringt. Zum Vergleich: Die 36 deutschen Profi-Vereine hoffen für die nächste Rechteperiode auf Einnahmen von einer Milliarde im Jahr.

Nicht nur Hofmann rechnet daher damit, dass künftig auch eher mittelmäßige Bundesligaspieler mit horrenden Summen nach England gelockt werden. Sollte die Schere weiter auseinandergehen, erwartet der FCA-Präsident eine einschneidende Änderung: den Wegfall der 50+1-Regel im deutschen Fußball. Die verhindert bisher, dass ein Investor die Stimmenmehrheit an einem deutschen Profiklub übernehmen kann – und wird von vielen als Investitionshemmnis gesehen.

Leverkusen und Wolfsburg sind bereits Ausnahmen

„Das ist ein riesiges Thema“, sagt auch Michael Schade, Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, gegenüber dieser Redaktion. „Ich bin sicher, dass es über kurz oder lang eine Neuregelung geben wird.“ Ähnlich sieht es Michael Meeske, Finanz- und Marketingvorstand beim 1. FC Nürnberg: „Die Regel ist ja schon aufgeweicht worden, mit Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg gibt es zwei Ausnahmen“, sagt er. „Martin Kind hat bei Hannover 96 eine dritte erstritten – daran sieht man ja, wohin die Reise geht.“ Wenn der Leidensdruck bei der Bundesliga aufgrund der höheren Einnahmen in England größer werde, würden sich die Bundesligisten irgendwann stärker für Investoren öffnen.

Die 50+1-Regel sei in jeder DFL-Sitzung ein Randthema, erzählt Schade: „Und irgendwann in der näheren Zukunft wird sie ein Hauptthema werden.“ Nichtsdestotrotz ist Leverkusens Geschäftsführer in Punkto Premier League optimistischer als Hofmann – auch dank zweier Neuzugänge im Sommer: Javier Hernandez, genannt Chicharito, und Charles Aranguiz. „Beide hatten sehr viel höhere Angebote aus England, aber nur von Mannschaften auf den hinteren Rängen“, verrät Schade. „Und beide haben sich für den sportlichen Erfolg entschieden.“ Die Bundesliga sei zudem stark in der Ausbildung talentierter Spieler – dieses Kapital müsse man nutzen und so einen Teil des englischen Gelds auf den deutschen Markt lenken.

Ähnlich argumentiert schon lange Mainz-Manager Christian Heidel – für den FCA-Präsident Hofmann eine besondere Spitze parat hat: „Der Herr Heidel hat gut reden“, sagt er. „Der ist bald bei Schalke, die haben 200 Millionen Euro Schulden. Da kommt es auch nicht mehr so drauf an.“

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  • KeeperLDSV 01.02.2016 19:14 Uhr
    Wo ist denn das Problem? Sollen die Engländer doch die Durchschnittsspieler für horrende Ablösen verpflichten! Dann können unsere Vereine richtig gesunden und für bedeutend weniger Geld vergleichbaren oder besseren Ersatz holen, also eine absolute win win Situation! Es wird sich also gar nichts ändern, das sind alles die Schwarzmaler die gerne 50+1 kippen wollen! Ist das selbe Spiel wie mit dem jahrzehntelangen Rumgeheule, was alles durch den bösen Mindestlohn passiert! Nämlich gar nichts, zumindest nichts schlechtes!
  • Magic-RWE 02.02.2016 06:38 Uhr
    Durchschnittsspieler zu hohen Preisen aus aller Herren Länder holen macht den Fussball weder besser noch attraktiver, im Gegenteil es wird viel negatives Beiwerk entstehen über die Jahre hinweg.

    Das die Three Lions erheblich unter dieser Situation leiden und evtl. sogar nicht mehr Konkurrenzfähig sein werden, wird den Engländern schon so weh tun das sie von alleine ins Grübeln kommen!

    Für die restlichen Länder ist es doch gut zu wissen, das sie keine Söldner im Kader haben, sondern sportlich erfolgreich orientierte Spieler, denn das große Geld gibt es nur in England für wenig Erfolg!

    Deutsche Talente werden noch mehr Chancen bekommen in der BuLi ,
    mal sehen was passiert
  • Unholt 02.02.2016 09:06 Uhr
    Schwachsinn! Sollte die 50+1 Regelung kippen, stirbt die Fankultur auf längere Sicht. Dann kaufen sich diese Milliardäre noch mehr kleine Vereine und bringen diese in die Bundesliga. Und scheiß auf diese Durchschnittsspieler die dann nach England gehen. Die sind mit den Geldern aus England locker aus dem eigenen Nachwuchs zu ersetzen. Selbst wenn die Qualität der Bundesliga abnehmen sollte, wird das für den deutschen Fußball von Vorteil sein.
    Und hinterfragt man mal die These, stellt man schnell fest, dass es in England auch nur 20 Vereine in der höchsten Liga gibt. Wenn jeder dieser Klubs 25-30 Spieler im Kader hat, sind das 500-600 Spieler die dort maximal spielen können. Sollten sich das Geld auf längere Sicht auf der Insel durchsetzen, wird man dort auch nur noch gute Spieler haben wollen. Da wir einen Weltmarkt haben und daher nicht nur Spieler aus Deutschland geholt werden, relativiert sich die Anzahl der Abwanderer bereits.

    Also Ihr tollen Manager... Freut Euch doch wenn diese Spieler die Millionen bringen und steckt das Geld in den Nachwuchsbereich. Mal sehen, wer auf lange Sicht dann das Lachen im Gesicht macht.

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