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Eishockey-Oberliga
Derbys im Dreierpack

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Herner EV, ESC Moskitos Essen, Saison 2015/2016, Herner EV, ESC Moskitos Essen, Saison 2015/2016
Foto: Roy Gilbert

Acht komplette Spieltage stehen den Klubs der Oberliga Nord noch bevor, dann geht es entweder in die Play-Offs, die Relegationsrunde oder in den Sommerurlaub.

Letzeres wird aller Wahrscheinlichkeit nach den ESC Wohnbau Moskitos Essen passieren. Lange hielt die zweitjüngste Mannschaft der Liga überraschend gut mit den großen Klubs Schritt und wahrte den Kontakt zu den Play-Off-Plätzen. Doch in den letzten Wochen musste das Team von Frank Gentges dem immer kleiner werdenden Kader Tribut zollen.
Könnte man zumindest auf den ersten Blick meinen. Die Wahrheit ist aber, dass sich die Lila-Grünen häufig wegen ihrer Chancenverwertung selbst schlugen und viele mögliche Siege dank mangelnder Torausbeute nicht einfuhren. Spiele wie das deutliche 3:10 bei den Hannover Indians am letzten Freitag sind die absolute Ausnahme. Coach Gentges bescheinigte seiner Mannschaft „eine bessere Skaterhockey-Abwehr“, zeitgleich baute der EHC Neuwied auf Platz acht seinen Vorsprung auf elf Punkte aus.

Geschieht kein Eishockeywunder mehr, geht es für die Stechmücken in den nächsten vier Wochen nur noch um die goldene Ananas. Der Klassenerhalt ist schon länger im Sack, einige prestigeträchtige Spiele stehen aber noch auf dem Programm. Zum Beispiel am Freitag am Herner Gysenberg. In den bisherigen Duellen der alten Rivalen siegte jeweils das Auswärtsteam. Um das Play-Off-Heimrecht zu verteidigen, dürften die HEV-Cracks aber hochmotiviert sein, diesem Lauf ein Ende zu bereiten. Kapitän Stephan Kreuzmann: „Vor der Saison hätte wohl keiner damit gerechnet, dass wir uns so lange so weit oben in der Tabelle halten.“ Um sich weiterhin in der engen Spitzengruppe zu behaupten, wären Punkte in den Derbys gegen Essen und auch Duisburg am Sonntag (18.30 Uhr, Scania-Arena) wichtig.

Bei den Füchsen geht die Tendenz hingegen klar dahin, wo sie hin soll. Fünf Punkte Vorsprung auf die Tilburg Trappers bei zwei ausgetragenen Spielen weniger stehen zu Buche, unter Brian McCutcheon als Trainer ist der Liga-Primus noch ohne Niederlage. Wichtig wäre die Verteidigung der Tabellenführung vor allem, da die Wedaustädter folglich in jeder Play-Off-Runde einschließlich eines möglichen Finals das Heimrecht hätten. Und vor dem Duell beim EHC Neuwied am Freitag sowie dem Duell gegen „Angstgegner“ Essen am Sonntag lichtet sich auch das Lazarett: Marvin Tepper, Mike Mieszkowski und Yannis Walch stehen vor einem Comeback.

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