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Krefeld Pinguine: Niederlage im Test gegen Freezers
Ein Center zum Abschluss

Wie sagte kürzlich ein alteingesessener Krefelder Eishockeyfan: „Das Schlimmste, was dem Verein passieren kann, ist, wenn nichts passiert." Wohl wahr, wenngleich aktuell zutreffend. Es ist ruhig geworden um die Krefeld Pinguine.

Seit Beginn der Woche bittet Trainer Jiri Ehrenberger seine Cracks zweimal täglich zum Training und doch steht Krefelds sportliches Aushängeschild nicht im Fokus des Interesses. Zur ersten Einheit auf dem Eis in der Rheinlandhalle kamen gerade einmal 100 Anhänger. Zum Vergleich: Die Duisburger Füchse freuten sich über dreimal so viele Fans zum Trainingsauftakt.

Nach dem verkorksten Saisonabschluss, dem Ausscheiden in den Pre-Play-offs gegen den Hamburg Freezers, war es so, wie in jedem Jahr, wenn das Krefelder Eis abgetaut wird. Es begannen Grabenkämpfe. Während sich Großteile der Mannschaft öffentlich darüber beklagte, immer noch auf ihre März- und April-Gehälter warten zu müssen, veröffentlichte die Fachzeitschrift „SportBild" einen Schriftwechsel zwischen Geschäftsführer Wolfgang Schäfer und Stümer-Star Alexander Selivanov. Es ging natürlich um die lädierte Schulter des Russen, dem mit der Auflösung seines Vertrags gedroht wurde, sollte er sich nicht schnellstmöglich operieren lassen. Für das Ansehen des Vereins war dieser „Skandal" mit Sicherheit nicht förderlich. Doch Selivanovs Schulterblessur scheint inzwischen auch wieder verheilt zu sein. Der Blick richtig sich nach vorne.

Ungewohnt früh stand das Gerüst für die Mannschaft 2007/2008. Nach Ansicht der Vereinsführung entwickelte sich der nordamerikanische Markt in diesem Jahr anders, so dass frühzeitige Verpflichtungen sinnvoll wären. Zeitnah soll die vorerst letzte Personalie entschieden werden. Trainer Jiri Ehrenberger ist auf der Suche nach einem weiteren Center. „Vielleicht klappt es bis zum Ende der Woche", sagte er zuversichtlich und ohne einen Namen zu verraten.

Sucht noch einen Center: Pinguine-Trainer Jiri Ehrenberger. (RS-Foto: firo)

Dafür lobte er seinen neuen Stürmer Brian Maloney: „Er war der einzige Neue, den ich noch nicht kannte. Aber er bestätigt die Aussagen seines Beraters, dass er menschlich und sportlich ein Gewinn für unsere Mannschaft ist." Ebenfalls zum ersten Mal werden Björn Bombis sowie Förderlizenzspieler Patrick Hager das schwarz-gelbe Dress überstreifen. Als bislang letzter Neuzugang kam Ryan Ramsay. „Wir haben mit Ryan einen sehr starken Mittelstürmer bekommen. Er traut sich selbst sehr viel zu und glaubt, dass er sich hier in Deutschland für höhere Aufgaben in Nordamerika empfehlen kann", sagt der Pinguine-Coach. Sollte sich Ramsay als echte Verstärkung herausstellen, kann Ehrenberger künftig auf drei schlagkräftige Sturmreihen bauen und hat bei der Zusammenstellung der Reihen mehr Spielraum als in der letzten Saison.

In der Abteilung Defensive – in der vergangenen Spielzeit das Sorgenkind der Pinguine – hat sich ebenfalls etwas getan. Mit Benedikt Schopper, Sinan Akdag und Darryl Andrews stehen gleich drei neue Abwehrspieler im Kader. Zudem plant Jiri Ehrenberger, „Multi-Talent" Sasa Martinovic zukünftig überwiegend „hinten" spielen zu lassen. Neben dem erfahrenen Reto Pavoni – der 39-Jährige heiratete vor wenigen Wochen seine langjährige Freundin - wird der junge Danijel Kovacic als Backup-Goalie im Kader stehen. Patrick Koslow soll in Dienstagsspielen zum Einsatz kommen.

Unbesetzt bleibt zunächst der Posten des Sportlichen Leiters. Nachdem Franz Fritzmeier ins 17 Kilometer entfernte Duisburg wechselte, werden vorerst Trainer Jiri Ehrenberger und sein Assistent Reemt Pyka diese Aufgaben übernehmen. Spätestens in der kommenden Woche soll ein neuer Pressesprecher präsentiert werden. Das erste Testspiel der Saison gegen die Hamburg Freezers verloren die Seidenstädter knapp mit 3:4. Angesichts der vorausgegangenen wenigen, aber harten Trainingstage war die Partie jedoch wenig aufschlussreich.

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