Da ist zum Beispiel Philipp Lahm schon eher ein Weltstar", sagte der Keeper von Premier-League-Klub FC Arsenal aus London im Interview mit der Bild am Sonntag.

"Philipp Lahm eher ein Weltstar": Jens Lehmann. (Foto: firo)
Zwar glaubt Lehmann an den Titelgewinn der Münchner in der Bundesliga, auf internationaler Bühne müsste sich das für 70 Millionen Euro runderneuerte Starensemble aber erst noch beweisen. "Ob man damit in zwei Jahren die Champions League gewinnen kann, wird man sehen. Denn ich sehe da viele andere starke Mannschaften", meinte Lehmann.
Möglicherweise misst sich der 37-Jährige bereits in der kommenden Saison wieder mit den Bayern-Stars. Wegen der Kinder Lasse (11), Mats Nicolai (7) und Lieselotta (18 Monate) plant Lehmann seine Karriere in der Bundesliga zu beenden. "Das ist eine interessante Liga. Für unsere Kinder wäre es auch wieder gut, nach Deutschland zu kommen. Die Zukunftsperspektiven für Kinder in Deutschland sind glänzend, weil es dort immer weniger Kinder gibt. Deutsche Kinder mit einer ordentlichen bis guten Ausbildung werden später bessere Chancen im Berufsleben in Deutschland haben, weil es davon nicht mehr so viele geben wird", meinte Lehmann.
Dass er mit Arsenal London in seiner wohl letzten Saison auf der Insel noch einmal einen Titel gewinnt, hält Lehmann für relativ unrealistisch. Eher glaubt er an den Gewinn des Europameister-Titels mit der deutschen Nationalmannschaft. "Da hat man einfach weniger Spiele. Und wir zählen bei der EM neben Italien, Frankreich, England und Holland zu den Topfavoriten", sagte Lehmann.
Positiv bewertete der frühere Bundesliga-Profi von Schalke 04 und Borussia Dortmund den Einstieg ausländischer Investoren im englischen Fußball. Auch in der Bundesliga wird derzeit die Abschaffung der "50+1"-Regel, die besagt, dass ein Bundesligist bei einem Einstieg eines Investors immer noch im Besitz von mehr als 50 Prozent seiner Anteile sein muss, diskutiert. "Auch für die deutschen Vereine wäre es im Moment der einzige Weg, um mithalten zu können. Natürlich möchte ein Investor, dass es sich für ihn irgendwann rechnet. Aber daran ist doch nichts verwerflich", erklärte Lehmann.
