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Fan-Boykott ist ein Scheingefecht
Fußball am Montagabend ist für viele Stadiongänger der Zweiten Liga seit Jahren ein zeit- und berufsbedingtes Ärgernis. Doch aller plakativer Proteste gegenüber dem vermeintlich bösen Spielverderber Fernsehen zum Trotze: Siebenstellige Einschaltquoten bei Sport 1 und sogar Live-Übertragungen im Ausland haben dem Bundesliga-Unterhaus über den Montagstermin eine unerwartete Popularität verschafft. Was das Ziel der Klubs war.
Die Bundesliga wird sich mit dem Montagabend künftig eine weitere Spielplattform buchen, um das eigene TV-Angebot im Ausland zu verbreitern und ein Argument für mehr Euro-Erlöse zu liefern.
Stuttgarter Fan-Boykotte am 2. Mai in Bremen, dem Testballon, sind zwar ein Ausdruck der Meinungsfreiheit. Sie werden aber, wie das die Anhänger der Zweitligisten erfahren mussten, ein Scheingefecht bleiben. Erstens wird das Weserstadion auch am Montagabend bestens gefüllt sein. Zweitens werden die Einschaltquoten selbst bei Sky stimmen. Mangels Konkurrenz.
Der Trost mag für montagsgeplagte Reisefans ein kleiner sein. Aber: Ausländische Konkurrenzligen, selbst Portugal, die Niederlande oder Schweden, splitten ihr Angebot mehr als die Bundesliga. Noch.



















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