Weil sie auf ausstehende Gehälter warten, bewegten sich die Spieler am Dienstagabend im Testspiel gegen den 1. FC Köln in der ersten Minute der Partie überhaupt nicht. "Wir als Mannschaft wollten aufmerksam machen auf die Vorgänge der letzten Zeit", begründete Kapitän Tobias Becker in der «Hessische Niedersächsische Allgemeine» den Protest der Mannschaft.
Nach der einminütigen "Auszeit" legten die Spieler aber richtig los und entschieden die Begegnung überraschend mit 5:3 für sich. Der Traditionsverein hatte Anfang des Monats angekündigt, dass er den Etat für die kommende Saison in der Regionalliga deutlich reduzieren wird. Grund ist unter anderem der schrittweise Rückzug des Hauptsponsors VW.
Zuvor hatte schon der Regionalligist RW Ahlen mit einer derartigen Protest-Aktion für Aufsehen gesorgt. Als Schiedsrichter Lukas Sauer die Partie gegen den FC Wegberg-Beeck anpfiff, blieben die Spieler der Ahlener einfach stehen und rührten sich eine halbe Minute lang nicht. Die Gäste spielten sich in dieser Zeit den Ball in der eigenen Hälfte hin und her, sie waren vorher - genau wie der Schiedsrichter - über die Aktion der Ahlener informiert worden.

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