Es war eine zähe Angelegenheit, doch am Donnerstagabend um kurz vor 19 Uhr war es dann endlich offiziell: "Markus Weinzierl wird Chef-Trainer auf Schalke" verkündete der Klub via Twitter. Der 41-Jährige erhält bei den Königsblauen einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2019. „Ich habe den Weg von Markus Weinzierl über viele Jahre verfolgt. Er ist ein Trainer, der einer Mannschaft ein neues taktisches Konzept geben kann, auf Schalke sicherlich geben wird. Dazu verfügt er über eine große soziale Kompetenz“, erklärte Manager Christian Heidel. „Wir wollen auf Schalke einen Neubeginn starten, da ist Markus genau der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt.“
„Über das Vertrauen des Vereins freue ich mich sehr. Das Traineramt bei Schalke ist eine große Herausforderung, der ich mich sehr gerne stelle“, erklärte Weinzierl als neuer Chef-Trainer der Königsblauen. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben, auf die Mannschaft und werde alles daran setzen, dass es eine erfolgreiche Zusammenarbeit wird.“ Weinzierl hatte in den vergangenen vier Jahren den FC Augsburg trainiert und großen Anteil daran, den Club, der 2011 in die Bundesliga aufgestiegen war, im Oberhaus zu etablieren. Mit dem fünften Tabellenplatz hatte der FCA in der Saison 2014/2015 die beste Platzierung seiner Vereinsgeschichte erreicht und sich erstmals für den Europapokal qualifiziert.
Gut eine Stunde vor der Bekanntgabe der Schalker hatte bereits der FC Augsburg vermeldet, dass Weinzierl den FCA verlassen und sich den Königsblauen anschließen werde. Dies geschah, weil Dirk Schuster vom SV Darmstadt als neuer Trainer der Schwaben präsentiert werden konnte. In Gelsenkirchen hatte man sehnsüchtig auf die Meldung gewartet, denn vorher konnte auch die Verpflichtung von Weinzierl als Trainer des FC Schalke 04 nicht bekanntgegeben werden.
Auch wenn sich der 41-Jährige längst mit allen Parteien geeinigt hatte. Schalke-Sportvorstand Christian Heidel musste im spanischen Marbella aber auf Augsburg warten. Nach Informationen dieser Redaktion war es FCA-Manager Stefan Reuter, der sich bis zum Schluss zierte. Er wollte den Auflösungsvertrag zwischen dem FC Augsburg und Weinzierl erst dann unterschreiben und an Schalke schicken, wenn er gleichzeitig einen neuen Trainer präsentieren konnte. Da aber auch Schuster erst aus Darmstadt losgeeist werden musste, zog sich die Sache hin.
Den Planungen bei den Königsblauen tat das keinen Abbruch. Wie Heidel verriet, steht er längst in regelmäßigem Austausch mit Weinzierl und arbeitet an den anstehenden Personalentscheidungen.



















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