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SC Hassel
Pizza und Taktik in der Kabine

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Foto: FUNKE Foto-Services

Geschichte wiederholt sich, auch im Fußball.

So führte der Oberligist SC Hassel am ersten Spieltag als Aufsteiger beim TSV Marl-Hüls mit 2:0 und sah wie der sichere Sieger aus. Dann kam wie aus dem Nichts der Hammer: Marl-Hüls drehte die Partie am Ende und siegte 3:2.

Und damit zur Geschichte, die sich wiederholt: Am vergangenen Sonntag führte der FC Gütersloh 2:0 beim TSV und sah wie der Sieger aus. Was passierte? Richtig: Marl-Hüls traf in der 73. Minute, in der ersten Minute der Nachspielzeit und in der dritten Minute der Nachspielzeit und siegte 3:2.

Am Sonntag treffen sich die beiden Verlierer: Um 15 Uhr tritt der SC Hassel in Gütersloh an. Gütersloh ist ohne Punkt Tabellenletzter, aber Hassels Trainer Thomas Falkowski lässt sich vom Blick auf der Tabelle nicht irritieren. „Die Niederlage gegen Marl-Hüls war ein gefühlter Sieg“, sagt er. „Außerdem habe ich Gütersloh gegen Rheine beobachtet, das Spiel hätten sie eigentlich auch gewinnen müssen.“ Das Fazit des Trainers: „Die können was!“

"Bevor ich kein Papier mit einem Stempel sehe, bleibt der Junge draußen."

Thomas Falkowski

Aber er hat auch Schwächen erkannt. „Davon erzähle ich meinen Jungs“, sagt er. „Aber darüber spreche ich doch nicht öffentlich.“ Nach dem Abschlusstraining am Freitag stand in der Kabine ein gemeinsames Pizza-Essen auf dem Programm. Das ist genau der Moment, in dem Falkowski dann über den nächsten Gegner spricht.

Sein Problem am Sonntag: Zwei Spieler aus der ersten Reihe fallen definitiv aus: Daniel Eisenkopf ist verletzt, und Bünyamin Karagülmez flog in die Türkei. Dort bereitet er seine Hochzeit vor, den Termin hatte er schon lange vorher mit dem Verein abgesprochen.

Ein Fragezeichen schwebt über den angeschlagenen Spielern Marcel Titz (er musste zuletzt beim Sieg gegen Erkenschwick schon nach 28 Minuten ausgewechselt werden), Dominik Milaszewski und Jonas Schmidt. Sollten Milaszewski und Schmidt tatsächlich ausfallen, hat der SC Hassel ein Stürmer-Problem.

Noch ist es nicht soweit, doch sollte es so kommen, will Falkowski über seine Personalsorgen nicht jammern: „Das liegt mir nicht. Unser Kader ist groß genug, dann bekommen eben ein paar andere endlich ihre Chance, auf die sie warten.“

Diese anderen sind dann aber von Anfang an wohl nicht die Angreifer Dawid Ginczek und Enes Colak. Torjäger Ginczek braucht nach seiner über dreimonatigen Verletzungspause noch einige Wochen, bis er wieder topfit ist. Er sitzt als Joker für eine mögliche Schlussoffensive auf der Bank.

Enes Colak, der Neuzugang aus der Bundesliga-A-Jugend vom Wuppertaler SV, hat noch keine Spielgenehmigung. Beim Testspiel gegen Wanne durfte er zuletzt mit einer Gastspieler-Genehmigung mitmachen und traf sofort. Im Liga-Betrieb ist Falkowski vorsichtiger. „Noch ist die offizielle Spielberechtigung nicht da, und bevor ich kein Papier mit einem Stempel sehe, bleibt der Junge draußen.“

Grund: Im Westfalenpokal hatte Marvin Schurig ohne Spielberechtigung für Hassel gespielt, der Verein flog zur Strafe aus dem Pokal. Und in diesem Fall will Falkowski auf gar keinen Fall, dass sich Geschichte wiederholt.

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