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Trainer Tuchel übt scharfe Kritik an seinem Team

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Foto: Firo

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat seine kleine, aber bemerkenswerte Sieglosserie fortgesetzt.

Beim bisherigen Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt reichte es für den Vizemeister nur zu einem 3:3 (0:2). Hinterher sprach Trainer Thomas Tuchel über...

... die Leistung seiner Mannschaft: Ich sage das wertfrei, aber wir waren in der ersten Halbzeit definitiv in keinem Bereich des Spiels bereit, Bundesliga zu spielen. Weder technisch, noch taktisch, noch von der Intensität oder der Körpersprache her. Und wenn das so ist, dann wirst du bestraft. Das ist gut so, denn es ist folgerichtig. Es war zur Halbzeit möglich, dass wir noch viel höher zurückliegen, so hoch, dass kein Comeback möglich gewesen wäre.

... die Aufholjagd: In der zweiten Halbzeit haben wir Charakter und Qualität gezeigt. Das dritte Gegentor ärgert mich am meisten, weil wir nach dem Tor unseren verstärkenden Moment wieder hergegeben haben. So war es dann ein ganzes Stück mehr Arbeit. Aber so wie die Kritik gehört zum Spiel dazu, dass wir dann an Biss und Schärfe zugelegt und unsere Chancen genutzt haben. Den Sieg hätten wir nicht verdient gehabt. Es war ein glücklicher Spielverlauf aus unserer Sicht.

... vermeintlich fehlende Führung in der Mannschaft: Wir haben kein Hierarchieproblem. Aber wir haben im Sommer drei Persönlichkeiten abgegeben und Talent dazu gekauft. Marco Reus fehlt uns seit dem Pokalfinale, Sven Bender ist zu Olympia gereist und seitdem wie viele andere verletzt. Gleichzeitig erwarten wir, dass Spieler, die wenn überhaupt erst seit einem Jahr Profi sind die Ergebnisse liefern, die die Fans, die Öffentlichkeit und auch wir verlangen. Aber Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Matthias Ginter und Julian Weigl könnten noch U21 spielen, aber die laufen bei uns schon wie selbstverständlich durch. Aber es ist ein großer, großer Unterschied, ob die, die noch jünger sind, einmal spielen oder in Serie spielen müssen. Das ist nich nur eine körperliche Sache, sondern auch eine mentale. Erfahrung kann man nich herbeireden, man muss sie machen. Es ist also normal, solche Phase zu erleiden. Wir müssen diese Spieler dabei unterstützen. Ich bin weit davon entfernt, der Mannschaft einen Vorwurf zu machen. In der Summe der Dinge, die wir derzeit von ihr verlangen, habe ich sogar Verständnis.

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  • micha4706 23.10.2016 14:10 Uhr
    In keinem der letzten Spiele zeigte die Mannschaft Kämpferqualitäten. Es scheint fast so, als würde man den Zweikämpfen aus dem Weg gehen. In jedem Spiel beobachte ich mit Erschütterung, dass kaum ein Borusse zum Kopfball geht, das Spiel oberhalb der Kopfregion wird vollständig dem Gegner überlassen. Wie lange braucht eigentlich das Profi-Trainerteam noch, um zu erkennen, dass man lediglich sein Kampfesherz in die Hände nehmen muss und Julian Weigl zustellen muss, das ist praktisch schon die Garantie für den Erfolg. Ich weiss eigentlich gar nicht wen man im Ingolstadt Spiel überhaupt positiv herausstellen sollte. Jeder in der Abwehr sollte sich mal das Video des Spiels ansehen, so haben sie in der Schülermannschaft nicht verteidigt. Ein Dembele braucht dringend mal eine schöpferische Pause auf der Bank und einen Crashkurs in Teamplay. Besserung kam erst als Pulisic und Passlack kamen, hier hatte man sofort das Gefühl, die hängen sich noch richtig in dieses Spiel hinein. Alle anderen sind mit ihren Werbeverträgen und mit ihren schwergewichtigen Folgeverträgen beschäftigt, so dass keine Zeit mehr bleibt um für den BVB das Maximum zu geben.

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