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BVB-Einzelkritik
Note 5 für Ego-Zocker Emre Mor

(3) Kommentare
Foto: dpa

Der BVB hat sich gegen Zweitligisten Union Berlin in das Achtelfinale des DFB-Pokals gequält. Von Derby-Form war Dortmund beim Sieg nach Elfmeterschießen weit entfernt.

Roman Weidenfeller (2): Gerade zu Beginn des Spiels musste er häufiger hellwach sein als ihm lieb war. Gute Reaktion, als er vor Redondo rettete (17.). Dem routinierten Keeper unterlief ein böser Schnitzer, als Hosiner seinen Abstoß noch blockte (40.). Schlechte Sicht auf den Ball beim 1:1. Kam dann gegen Zejnullah zu spät (100.) und hätte damit beinahe den Weg zur Berliner Führung geebent. Im Elfmeterschießen lief er dann zur Höchstform und sorgte mit zwei gehaltenen Schüssen für das Weiterkommen.

Lukasz Piszczek (3): Der Pole profitierte davon, dass der vorne rechts spielende Larsen in der Ballbehandlung sicher war. Über die linke Seite der Eisernen lief nicht viel. Der Rechtsverteidiger machte einen sicheren Job. Szenenapplaus für seinen Einsatz gegen Redondo (78.).

Matthias Gintner (3): Musste immer wieder eingreifen, wenn Passlack unaufmerksam war. Zudem haperte es in der Viererkette oft mit der Abstimmung. Insgesamt keine einfache Aufgabe, die Ginter zunächst gut löste. Souverän vom Punkt.

Sokratis (3-): Verletzte sich erst bei seinem Foul an Quaner (11.), dann bei seinem Schussversuch an der Strafraumgrenze (29.). Ging oft energisch zu Werke, wirkte dabei jedoch hin und wieder übermotiviert.

Felix Passlack (4): Sein katastrophaler Rückpass auf Weidenfeller hätte Quaner fast die Berliner Führung ermöglicht (26.). Viele Unsicherheiten, wenn es um die Abwehrarbeit ging, in der Vorwärtsbewegung besser. Fing sich nach dem Seitenwechsel.

Nuri Sahin (4-): Sein Platz in der Startaufstellung war wohl die größte Überraschung des Abends. Seine Vorstellung mit Ausnahme seines Distanzschusses (42.) allerdings auch die Begründung dafür, dass Tuchel zuletzt nicht auf ihn gesetzt hatte.

Jacon Bruun Larsen (3+): Mit ganz viel Wohlwollen war es ein doppeltes Debüt. Seinen Schuss jedoch lenkte Parensen mit der Schulter wohl entscheidend ins eigene Netz (45.). Insgesamt ein guter Auftritt des 18-Jährigen, der sich bei seinem ersten Profi-Einsatz überhaupt nicht versteckte.

Gonzalo Castro (3+): Bewahrte als einer der wenigen Dortmunder Ruhe und Übersicht. Sicher im Spiel nach vorn und mit klugen Pässen – auch wenn es mal schneller wurde. Bei der Arbeit in der Defensive ebenso fleißig. In der Schlussphase sowie in der Verlängerung dann mit einigen Offensivaktionen, die aber allesamt ohne Ergebnis blieben. In der 113. Minute hätte er treffen müssen, schoss aber knapp über die Latte.

Mario Götze (3+): Krönte seinen Auftritt in den ersten 45 Minuten mit der Vorarbeit zum 1:0. Im zweiten Durchgang zwar noch solide, längst aber nicht mehr so auffällig wie zuvor. War in der Verlängerung sichtlich um eine Lösung zu Gunsten des BVB bemüht, rannte sich aber oft fest. Verwandelte den Elfmeter sicher.

Emre Mor (5): Was er auch anpackte – gelingen wollte ihm so gut wie nichts. Agierte oft viel zu eigensinnig. In der Schlussphase wachte er auf, traf einmal den Pfosten (87.), lupfte dann auf Ramos (90.) und dribbelte sich in der Nachspielzeit noch einmal energisch durch den Berliner Strafraum. Es blieb allerdings dabei, denn in der Verlängerung verfiel der 19-Jährige wieder in sein altes Muster.

Adrian Ramos (5): Von dem BVB-Stürmer war überhaupt nichts zu sehen. Wenn er am Ball war, ging dieser schnell wieder verloren oder der Kolumbianer wusste sich nur mit Fouls zu helfen. Verstolperte in der Verlängerung die erneute Führung und hatte auch in der Folge einige unglückliche Aktionen.

(3) Kommentare

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5 FC Schalke 04 0 0 0 0 0:0 0 0
6 Fortuna Düsseldorf 0 0 0 0 0:0 0 0
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  • Hitzfeld09 27.10.2016 01:27 Uhr
    Hoppala, Nuri hat eine grundsolide Leistung gezeigt, wenn ihm auch, kaum überraschend die Wettkampfhärte fehlt.
    Er war offensiv gefährlicher als Weigl es ist.
    Aber bei RS jammert der gleiche über die Ausbootung von Nuri, der ihn dann gleich wieder aus dem Kader schreibt.
    Weide sicher der Held - aber vorher hat er sich auch furchtbar katastrophale Böcke geleistet.
    Das wird alles schnell vergessen wegen Pokalheld ...

    Dafür mal sehr fleißigen, aber oft unglücklichen und ungeschickten Mor an den Pranger stellen und das in der Überschrift fett unterstreichen ...


    Jedenfalls freut sich S05 mehr auf das Derby als der BVB, der mit seiner Rumpftruppe keine eingespielte und schlagkräftige Mannschaft parat hat.

    Trotzdem alles geben! Kampf, Wille und Leidenschaft sind jetzt gefragt!
  • soso 27.10.2016 22:05 Uhr
    Emre hat ne glatte 5 verdient - Alleinunterhalter spielen geht gar nicht.
    Da bringen ihm all seine unvollendeten Sololäufe gar nichts ein.

    Die Note 5 gilt aber auch für Paßlack, Castro, Ramos und Sahin. Sahin spielte Fehlpässe in Serie, ob kurze oder lange.
    Paßlach stand am Mittwoch total neben sich.
    Castro versemmlt 5 Großchancen, die er vor 3 Wochen noch blind reinmachte.
    Ramos - immer mit Licht und Schatten- hatte nur Schatten und kaum Lichtblicke.
    Auf Weigel kann der BVB gar nicht mehr verzichten und mit ihm fällt auch das Gegentor nicht.

    Nun war UNION unterm Strich nicht besser, so dass es nach 120 Min zum 1:1 reichte.
    Selten so viele Fehlpässe gesehen wie bei einer Schülermannschaft.
  • Herner 28.10.2016 07:05 Uhr
    soso hast Du das Spiel nicht gesehen,das Tor fiel als der Julian Weigl auf dem Platz gestanden hatte!

    Gruß aus Herne

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