Die Borussia-Park wird prall gefüllt sein, auch mit Mannos Verwandten und Freunden wie Michael Lejan vom WSV. Kein Wunder, schließlich ist der Weg in die alte Heimat nicht allzu weit. Das gilt freilich auch für Osnabrück: die 130 Kilometer bis zur Familie in Hagen nimmt Manno zwei bis drei Mal pro Woche in Angriff.
Der Schritt, den er in den vergangenen Wochen gemacht hat, ist dafür umso größer: Auf Anhieb avancierte der 25-Jährige zum Stammspieler in der Zweiten Liga, stand bislang immer in der Startelf. Zudem leitete er einen Treffer für die "Veilchen" ein, einen weiteren bereitete er direkt vor. Doch das reicht dem Offensiv-Wirbelwind noch nicht: "Mit etwas Glück hätte ich schon einnetzen können, aufs erste Tor bin ich richtig heiß."
Für seine persönliche Premiere würde in Gladbach der passende Rahmen herrschen. Etwa 35.000 Fans werden sich auf den Weg machen, darunter über 4.000 aus Osnabrück. "Wenn man über die Partie spricht, bekommt man schon ein bisschen Gänsehaut", räumt Manno ein. Eine größere Zahl hat er bislang erst einmal erlebt, als er 2004 mit dem VfL Bochum elf Minuten vor 60.000 Zuschauern auf Schalke ran durfte: "Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich, daher ist meine Vorfreude auch so groß."
So etwas wie Angst verspürt er angesichts der großen Kulisse allerdings nicht. Dazu gibt es auch keinen Grund, schließlich muss man sich beim Blick auf die Tabelle nicht verstecken. "Es ist ein entscheidendes Spiel für beide Teams. Mit einem Sieg hätten wir in den nächsten Wochen keine Probleme, könnten ein bisschen Vorsprung zu den Abstiegsplätzen aufbauen", bemerkt Manno. Sein Zusatz: "Die Borussia ist ein ganz dicker Brocken. Wenn so eine Mannschaft erst einmal ins Rollen kommt, dann geht sie richtig ab."


















