Mit 1:0 hatte Borussia Dortmund gegen München gewonnen und ist damit bis auf drei Punkte an den Meister herangerückt. Erstmals hatte der BVB-Trainer Tuchel damit gegen den großen Rivalen gewonnen. Nach der Partie sprach Tuchel über...
... den Spielverlauf: "Wir sind überglücklich, weil wir die Bayern geschlagen haben. Es war offensichtlich, mit wieviel Qualität sie angegriffen haben. Uns war vorher bewusst, dass es Phasen gibt, in denen wir würden leiden müssen. Das zu verhindern, war nicht möglich und deswegen auch nicht unser Anspruch. Wichtig war nur, dass wir in den Phasen, in denen es sich schwer anfühlt, nie die Intensität in den Zweikämpfen verlieren.
Wir haben in der zweiten Halbzeit etwas umgestellt und Mario Götze auf Doppelsechs gezogen. Dadurch wurden wir zwar tiefer hinten reingedrängt, hatten aber mehr Kompaktheit. Der Schlüssel war, wenige Torchancen zuzulassen. Bayern war sehr, sehr gut, war uns technisch und taktisch überlegen. Aber was meine Mannschaft investiert hat, ist einfach toll."
... Mario Götze, der in der Bundesliga seine erste Torbeteiligung verzeichnete: "Mario ist sehr jung und hat eine besondere Vorgeschichte, weil er aus einer Phase mit wenigen Einsätzen und wenig Selbstvertrauen kommt, aber er hat trotz seines Alters Spielerfahrung. Zu seiner Qualität gehört, dass er entscheidende Dinge für uns tun kann. Heute war unglaublich fleißig, das hat er immer eingebracht. Vielleicht hat er heute einen kleinen, entscheidenden Schritt nach vorn gemacht. Es war auf jeden Fall eine tolle Leistung."
... das verrückte Tabellenbild mit Spitzenreiter RB Leipzig: "So verrückt finde ich das gar nicht. Wir hatten letztes Jahr das Phänomen Leicester City in England. ich würde sagen, dass Leipzig den gleichen Weg gehen kann, wenn ich die Qualität dort sehe. Das ist keine Eintagsfliege."
... seine Beweggründe, Gonzalo Castro auf die Bank zu setzen: "Gonzo war heute ein Härtefall. Zum Ende der vergangenen Saison war er überragend wichtig für uns, hatte vor der Saison eine unfassbare Frühform. Die körperliche Fähigkeit, die ganze Zeit auf hohem Niveau zu spielen und zu trainieren, hat er derzeit nicht. Das ist kein Vorwurf. Wir haben ihn nach seiner Verletzung gegen Union Berlin im Pokal viel zu früh wieder reingeschmissen und er musste über 120 Minuten gehen. Bei der Intensität, die wir für dieses Spiel erwartet haben, war klar, dass er das nicht 90 Minuten durchhalten könnte. Ich wollte ihn aber unbedingt am Ende des Spiels in der 90. und 94. Minute auf dem Feld haben. Deshalb war mir diese Option lieber. Er ist Profi durch und durch und es ist schön, dass man man so etwas mit Spielern so besprechen kann und nichts hängen bleibt. Und wenn ich ihn dann rufe für die Schlussphase, dann macht er noch ein paar Extrameter für die Kollegen."
... den möglichen Platzverweis für Marc Bartra: "Klar, wir hätten heute eine Gelb-Rote Karte erleiden können. Ich habe auch überlegt, ob wir sofort wechseln. Aber das wäre für Erik Durm, der noch kein Testspiel absolviert hat, sehr früh gewesen. Und als ich gesehen habe, wie sehr Marc drin ist in diesem Spiel, war ich mir sicher, dass er durchkommt. Das war eine herausragende Leistung, wie er das gelöst hat."



















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