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Umwelthilfe klagt an
BVB und FC Bayern die größten Sünder

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Bierbecher, Bierbecher
Foto: firo

Harte Worte der Deutschen Umwelthilfe (DUH): "Die Bundesligisten Borussia Dortmund und Bayern München sind die größten Umweltsünder".

Die DUH untersuchte anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung das Abfallmanagement der 36 Erst- und Zweitligisten. "Während der ersten elf Spieltage der aktuellen Saison verursachten Borussia Dortmund und Bayern München einen Abfallberg von mehr als 1,4 Millionen Plastikbechern", schrieb die DUH in einer Pressemitteilung. Testsieger ist Zweitligist 1. FC Union Berlin. Dafür wurden die Berliner geehrt.

"Der 1. FC Union Berlin setzt das Konzept der Abfallvermeidung am konsequentesten um und ist ein leuchtendes Vorbild für die Fußball-Bundesliga. Der Mehrzahl der Clubs geht es leider nicht mehr um den Umweltschutz. Das Ergebnis ist eine Abfallflut aus jährlich elf Millionen Plastikbechern in der Bundesliga. Die Einwegbecher sind energieintensiv in der Herstellung, belasten das Klima und tragen zur Vermüllung der Stadionbereiche bei“, kritisiert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Die Umwelthilfe fordert den verpflichtenden Einsatz von Mehrwegbechern in allen Stadien der Fußball-Bundesliga sowie verbindliche Standards für ein umweltfreundliches Abfallmanagement.

Aktion "Gib mich den Becher" startete gegen Hertha

Die Dortmunder hatten zu Beginn der Saison 2015/2016 von Mehrweg- auf Einwegbecher umgestellt und diesen Schritt mit der aufwändigen Logistik begründet. In einem Interview erklärte Dortmunds Marketing-Direktor Carsten Cramer seinerzeit, dass Mehrwegbecher gespült werden müssten und viel Wasser verbrauchen würden. Dazu komme die Hygiene-Problematik.

Zum Heimspiel gegen Hertha BSC am 14. Oktober startete der BVB die Aktion "Gib mich den Becher". Die BVB-Fans wurden aufgerufen, die Becher in einer der 140 im Stadion verbauten Becherröhren zu entsorgen. "Wenn die Röhren prall mit Bechern gefüllt sind, kümmern wir uns um eine wirklich umweltfreundliche Entsorgung. Die findet in lediglich 20 Kilometern Entfernung statt und kann dank der Trennung des Bechermülls vom Restmüll zu 100 Prozent in einer zertifizierten Biogasanlage vollzogen werden", schrieb der BVB in einer Pressemitteilung.

So ganz zufrieden ist der BVB aber selbst nicht mit dieser Lösung. "Wir wissen: Den heiligen Gral der Müllproblematik hat Borussia Dortmund nicht gefunden. Aber die BVB-Familie macht gemeinsam Schritte in eine umweltfreundlichere Richtung. Und versprochen: Wir bleiben hartnäckig an diesem Thema dran!"

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  • Tikus09 22.11.2016 15:20 Uhr
    Die 1,4 Millionen lesen sich auf den ersten Blick viel, aber das macht bei 935.883 Zuschauern knapp 1,5 Becher pro Zuschauer. Vielleicht sollte man die Statistik so schreiben, aber so kann man ja nicht genug meckern.
    Mehrwegbecher hätten das Problem, dass diese nach der Nutzung gespült werden müssen und den Hygienestandards entsprechen müssen. Das führt wahrscheinlich pro Becher zu einer ähnlichen Umweltbelastung...
  • aifoulloman 22.11.2016 17:51 Uhr
    Genau so ist es! Das spülen wäre ein riesiger finanzieller und wasserintensiver Aufwand. Auch die mehrwegbecher sind nicht unendlich nutzbar

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