Jeder Spieler muss etwas tun, auch um den Weihnachtsbraten zu verarbeiten. Gruev selbst reist heute nach Bulgarien, wo er die Feiertage im Kreis der Familie verbringen wird. Der 47-Jährige fährt mit einem guten Gefühl in die Heimat. Sein Team steuert auf Kurs Richtung 2. Bundesliga. Die Hinserie in der 3. Liga war kein Selbstläufer, auch die Rückrunde wird das nicht sein. Aber der MSV ist auf dem Weg zurück in die 2.. Bundesliga gut aufgestellt.
Auch wenn sein Team zwischendurch kleinere Krisen durchlebte, stehen die Zebras als stärkste Mannschaft der Liga zurecht oben. „Es zahlt sich aus, dass wir kontinuierlich gepunktet haben. Nur in zwei Spielen gingen wir leer aus“, liefert Gruev die entscheidende Zahl gleich mit: 1,84 Punkte sammelte der MSV pro Spiel ein. Hält das Team diesen Schnitt im nächsten Jahr, muss sich niemand um den Aufstieg in die 2. Liga sorgen. Mit der aktuellen Tabellenposition kann Gruev entspannt Weihnachten feiern: „Wir stehen da, wo wir stehen möchten.“
Um das zu gewährleisten, erwartet der Trainer in der Rückserie allerdings nicht nur Konstanz – „Ich hoffe, dass unsere Defensive weiter so gut arbeiten wird“ – sondern auch eine Steigerung. Stichwort Offensive. Nach Lage der Dinge wird der MSV die zweite Saisonhälfte ohne neue Kräfte im Sturm bestreiten. So steht das aktuelle Personal, das in 19 Spielen nur 21 Treffer zustande brachte, auch künftig in der Pflicht, es besser zu machen. Gruev: „Ich wünsche mir mehr Zielstrebigkeit und einen stärkeren Killerinstinkt.“
Im neuen Jahr wird Gruev mehr personelle Alternativen haben. Die medizinische Abteilung machte dem Trainer Hoffnung, dass drei zum Teil länger verletzte Spieler wieder voll da sein werden. Außenverteidiger Dan-Patrick Poggenberg, der sich in der Saisonvorbereitung eine komplizierte Knöchelverletzung zugezogen hatte und nach seiner Operation in den letzten Wochen im Training bereits viel Boden gutgemacht hat, sollte im Januar wieder bei 100 Prozent stehen. Nur die Match-Fitness fehlt ihm noch. Auch Vizekapitän Kevin Wolze wird dann seine Bänderverletzung im Knöchel auskuriert haben. Diese beiden Personalien werden Gruev dann vermutlich besser schlafen lassen. Bedingt durch Wolzes Ausfall war die defensive Außenbahn zuletzt ein Schwachpunkt der Meidericher.
Auch Offensivspieler Thomas Bröker, der zuletzt unter anderem wegen Rückenbeschwerden auf Eis lag, soll im Januar wieder voll einsteigen können. Andere Spieler werden im neuen Jahr auf einen Leistungsanstieg hoffen, nachdem sie in der ersten Serie kaum Akzente setzen konnten: etwa Innenverteidiger Thomas Blomeyer oder der US-Boy Mael Corboz.




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