Mit einem Herbstmeister kann die Liga in diesem bald beendeten Jahr nicht dienen. Dafür mit einigen Fingerzeigen, womit in Zukunft zu rechnen ist.
Das Tabellenbild unter dem Tannenbaum ist ein gänzlich anderes als im Sommer erwartet. Hoffenheim, Hertha, Frankfurt oder Köln, sie alle profitieren gewiss von der Schwäche der üblichen Verdächtigen für die Positionen hinter den Bayern. Aber eben auch von einer neuen eigenen Stärke, die sich in einer besonderen Weise darauf besonnen hat, dass Fußball ein Mannschaftssport ist.
Der Fußball ist in seiner Entwicklung wieder ein Stück vorangekommen und hat dabei Optionen entwickelt, die auch von solchen Startern zu ziehen sind, die nicht mit dem ganz großen Geld, der ganz großen individuellen Klasse gesegnet sind. Hinweise können hier die Spieldaten liefern, die zuletzt wie die Pilze aus dem Boden geschossen sind. Die Laufleistungen der Mannschaften, im Kollektiv wie individuell, sind ebenso wie die Anzahl der Zweikämpfe oder der absolvierten Sprints Indikatoren für die neue Dimension der Athletik im Spiel. Für eine Intensität, in der auch weniger spielerisch Begabte neue Möglichkeiten haben, sich effektiv einzubringen.
So gesehen spricht einiges dafür, dass die Begegnungen in ihrem Ausgang unberechenbarer werden und in diesen fast tollwütig durchgeführten Kampfspielen auf Erstliga-Niveau immer wieder Kleinigkeiten – nicht selten pure Zufälle und Glück oder eben Pech - entscheiden.
Es wäre das Entkommen aus der Falle langweiliger Vorhersehbarkeit, die die Großklubs weiter fleißig ausheben. Indem sie immer weiter mit Geld überschüttet werden und alles daran setzen, die Abläufe in den Wettbewerben ihren Interessen nach planbar zu gestalten. Wenn aber die neuen, blutjungen Taktikfüchse auf den Trainerbänken sich in den Nachwuchszentren bedienen und die Ausdauerndsten und Schnellsten mit ihren Ideen vertraut machen, dann dürften Vormachtstellungen wie die der Bayern in den letzten Jahren vielleicht doch bald brechen. Denn sie können den Klubs, die ihnen gefährlich werden, zwar die Besten wegkaufen. Aber eben nicht alle. Es rücken immer neue nach. Wie eine Mutanten-Armee warten Jahrgänge voller bis zum Koller motivierter und bestausgebildeter Fußballkämpfer darauf, die Macht zu übernehmen. Buchstäblich scheißegal in welchem Trikot.



















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