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Deutsche Aufholjagd gegen Litauen nicht belohnt
Dämpfer im Basketballkrimi

Erster Dämpfer nach zwei Siegen für die deutschen Basketballer bei der EM in Spanien: Einen Tag nach der Gala-Vorstellung gegen die Türkei (79:49) musste sich die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann im "Endspiel" um Platz eins in der Vorrunden-Gruppe C und eine bessere Ausgangsposition für die Zwischenrunde in Madrid dem Titel-Mitfavoriten Litauen trotz einer beeindruckenden Aufholjagd mit 80:84 (32:49) geschlagen geben. Noch in der Nacht zum Donnerstag reist die deutsche Delegation in die spanische Hauptstadt, wo für das Team um NBA-Superstar Dirk Nowitzki am Samstag die erste von drei Partien der Zwischenrunde auf dem Plan steht.

Der Vize-Europameister startet seinen Weg ins Viertelfinale mit der Ausgangsposition von einem Sieg aus der Vorrunde in Palma de Mallorca.
Zunächst schien die deutsche Mannschaft an die Leistung vom Vorabend gegen die am Ende demoralisierten Türken anknüpfen zu können. Vor 5800 Zuschauern im Velodrom erspielten sich Nowitzki und Co. bis zur fünften Minute gegen den Europameister von 2003 eine 13:7-Führung. Doch danach fanden auch die Balten ihren Rhythmus und drehten die Begegnung mit einer 11:0-Serie. Nicht zuletzt durch vier Drei-Punkte-Treffer der Litauer geriet die DBB-Auswahl am Ende des ersten Viertels mit 17:30 in Rückstand.

Auf der Gegenseite fehlten hingegen dem hart attackierten Nowitzki als auch den Mitspielern das nötige Wurfglück, um die Begegnung wieder offen zu gestalten. Litauen mit seinen extrem schnellen und von der "Dreier"-Linie treffsicheren Aufbauspielern wie dem überragenden NBA-Profi Sarunas Jasikevicius (Golden State Warriors) bereitete der deutschen Defensive etliche Probleme. 23:42 lautete das Ergebnis nach 16 Minuten zugunsten der Litauer, für die bis zur Halbzeit eine Trefferquote aus dem Feld von 50 Prozent (Deutschland: 26 Prozent) registriert wurde.

Für das DBB-Team schien der Korb zeitweise wie vernagelt. Dennoch stemmte es sich gegen die drohende Abfuhr. Zumindest nach dem Wechsel demonstrierte die deutsche Mannschaft speziell in der Verteidigung ihre Qualitäten und konnte den scheinbar übermächtigen Gegner mit einer fulminanten Aufholjagd noch einmal in Verlegenheit bringen und auf 68:70 (33.) verkürzen.

Was folgte, war ein Basketball-Krimi. Nachdem Nowitzki mit einem Dreier und zwei Freiwürfen zehn Sekunden vor Schluss auf 80:81 verkürzt hatte, traf Darius Songaila nur einen seiner beiden Freiwürfe. Im Gegenzug unterlief Ademola Okulaja allerdings ein Offensivfoul, das die letzten Chancen des deutschen Teams zunichte machte.

Nowitzki (28 Punkte) war erneut herausragender Akteur der deutschen Mannschaft, zweitbester Werfer war Okulaja (12 Punkte). Litauen, das nunmehr mit einer weißen Weste nach Madrid reist, hatte in Darjus Lavrinovic (18 Punkte) seinen treffsichersten Schützen.

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