Titelverteidiger Deutschland trifft am Montag zum Auftakt in Schanghai auf Südamerika-Meister Argentinien. Weitere Vorrundengegner sind an gleicher Stelle England (14. September) und zum Abschluss in Hangzhou das Team Japans (17. September). Bereits im Viertelfinale würde dann ein Duell mit Olympiasieger USA oder Vize-Weltmeister Schweden drohen. "Da haben wir wirklich einen ganz schweren Gegner vor der Brust", meinte Ex-Nationalspielerin Neid vor ihrer ersten großen Herausforderung als Cheftrainerin.
Für die 43-Jährige hat das Kribbeln zwei Tage nach der Ankunft im Reich der Mitte richtig eingesetzt. Neid: "Seit Donnerstag merke ich, wie die Anspannung bei mir und meinen Spielerinnen steigt. Aber ich schlafe noch gut, und alle freuen sich auf den Start gegen Argentinien." Vor allen Dingen in punkto Dynamik seien ihre Schützlinge "auf Zack", stellte Neid nach dem Training zufrieden fest.
In Schanghai hat sich der DFB-Tross bereits gut eingelebt. Nicht zuletzt, weil ein eigener Koch für das Wohl der Welt- und Europameisterinnen sorgt. "Es gab sogar schon Bratwurst", verriet Neid. Nachdem am Mittwoch und Donnerstag jeweils zwei Trainingseinheiten auf dem Programm gestanden hatten, wird es ab Freitag bis zum Spieltag nur noch täglich eine Übungsstunde geben.
Am Freitag werden zudem Anja Mittag, Sonja Fuss und Fatmire Bajramaj eine deutsche Schule in Schanghai besuchen, am Samstag steht eine "Sightseeing"-Tour für die gesamte Mannschaft an. "Dann wird es aber langsam Zeit, dass es endlich los geht. Wir haben lange genug trainiert", meinte Abwehrspielerin Ariane Hingst.
