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Videobeweis nimmt Fußball einen Teil der Emotionen

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Foto: dpa

Welche Auswirkungen hat der Videobeweis auf den Fußball. Ein Kommentar.

Sachlicher und fachlicher soll über die Fehler von Schiedsrichtern diskutiert werden. Das wünscht sich DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich. Sein Wunsch wird in Erfüllung gehen, wenn die Bundesliga-Schiedsrichter Hilfe aus dem Übertragungswagen bekommen. Wenn der Videobeweis da ist.

Wembley-Tor 1966 hätte wohl nicht gezählt

Wäre der 1966 schon da gewesen, dann würde vielleicht ein fünfter Stern das deutsche Nationaltrikot schmücken. Der für den insgesamt fünften WM-Titel. Denn dann hätte das Wembley-Tor im Endspiel gegen England wohl nicht gezählt.

Das berühmteste (Nicht-)Tor des Fußballs. Wie viele im Konjunktiv erzählte Geschichten ranken sich doch um den Treffer von Geoff Hurst zum 3:2 im legendären Finale. Was wäre die Historie der Weltmeisterschaften ohne dieses Denkmal deutschen Selbstmitleids? Was wäre die Geschichte des Weltfußballs ohne derart bedeutende Fehlentscheidungen?

Menschliche Fehler, wie Schiedsrichter sie begehen, gehören dazu. Wie es zum Fußball gehört, dass der Stürmer einen Meter zu weit neben das Tor schießt, dass der Torwart beim Elfmeter in die falsche Ecke springt. Das alles führt zu Emotionen. Sie machen den Fußball so packend. Auch sie rechtfertigen einen Teil des Eintrittsgeldes. Durch den Videobeweis wird dem Fußball ein Teil der Emotionen genommen.

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  • Stollenterror 24.01.2017 22:28 Uhr
    Den Kommentar kann ich ja mal ganz und gar nicht teilen. schon mal Eishockey gesehen??? Da sind noch viel mehr Emotionen vorhanden. Da sind Videobeweise, bei umstrittenen Torentscheidungen, normal. Wenn man so auf Emotionen Wert legen sollte, dann dürfte man sich nicht auf SKY einlassen. Dieser Kommentar ist total eindimensional. Was der Autor bezweckt??? Es entwickelt sich alles weiter, also sollte sich auch der Fußball öffnen. Amateurschiedsrichter mit allen erdenklichen, elektronischen Hilfsmitteln zu kritisieren ist einfach. Ich bin kein Schiri aber es kotzt mich die Arroganz der Leute an die sie kritisieren. Sie haben alle einen Beruf nebenbei, bedenkt das mal. Ich rege mich manchmal auch darüber auf aber ich komme auch mal runter. Wenn dann der Videobeweis allen im Stadion zeigen würde dass die "Buhmänner" richtig gelegen haben würde das dem Sport auch gut zu Gesicht stehen. Leider werden sie aber nur negativ bewertet, wenn sie gut sind wird es unter den Tisch gekehrt. Wer ehrlichen Sport möchte darf sich den elektronischen Hilfsmitteln nicht verwehren. Glück AUf.
  • Tom1974 25.01.2017 07:47 Uhr
    Ich sehe es genauso wie Stollenterror. Emotionen wird es weiterhin genug geben. Jede Woche werden die Schiris von Spielern oder Funktionären an den Pranger gestellt. Bei einer Fehlentscheidung ist Kritik ja auch berechtigt. Aber bei jeder Kleinigkeit wird gepoltert. Und zum Ende der Saison wird bei den Abstiegskandidaten immer auf "es geht um die Existenz" verwiesen. Dann lasst doch den Videobeweis zu. So kann sich hinterher niemand mehr beschweren.
  • walli 25.01.2017 09:24 Uhr
    Sehr geehrte Herr Hamers, vielleicht wäre Deutschland 1966 tatsächlich Weltmeister geworden. Aber vielleicht wäre mit Videobeweis Deutschland weder 1974, 1990 noch 2014 Weltmeister geworden, weil es `74 und `90 dann in den Endspielen keine Elfmeter für die deutsche Elf gegeben hätte und 2014 Argentinien einen glasklaren Elfer (nach Neuers Foul) hätte bekommen müssen. Haben Sie auch mal an die ärmsten "Säue" im Profifussball gedacht, die Schiris? Alle Fans schauen sich zig Zeitlupen an um dann zu urteilen, ob der Schiedsrichter einen Fehler gemacht hat oder nicht. Der einzige, der dieses Privileg nicht hat ist derjenige, der die Entscheidung treffen muss. Wenn es Möglichkeiten gibt, das Spiel gerechter zu machen und gleichzeitig die Schiedsrichter zu entlasten, dann darf es doch keine Überlegungen geben ob man diese Hilfsmittel zulässt, sondern nur die, wie man es am besten anstellt. Und um die Emotionen brauchen Sie sich keine Sorgen machen, die bleiben dem Fussball garantiert erhalten.


    Zuletzt modifiziert von walli am 25.01.2017 - 11:08:59
  • Wiminho 25.01.2017 11:01 Uhr
    Auf die Emotionen und endlosen Diskussionen nach der Werner-Schwalbe hätte ich gerne verzichtet. Wer weiß, wie dieses Spiel mit Videobeweis geendet hätte. Zunächst mal hätte es weder Elfmeter noch Gelb für Fährmann gegeben, stattdessen vielleicht Gelb für Werner.
    Und dann: es wäre ein komplett anderes Spiel geworden. Ausgang? Vielleicht hätte Leipzig sogar höher gewonnen. Wer weiß. Aber auf jeden Fall wäre es gerechter und ohne unnötige Emotionen, Diskussionen und Schuldzuweisungen abgelaufen.
    Allerdings hätten dann die Medien weniger zu berichten/schreiben gehabt. Wahrscheinlich geht es dem Kommentator darum.
    Ich glaube, daß viele Medienvertreter gar nicht wissen, was der normale Fußball-Fan eigentlich will. Vieles von dem, was uns die Medien rund um den Fußball berichten, ist vollkommen unwichtig. Es dient lediglich dazu, ihre eigene Daseinsberechtigung zu erhalten!
    Weniger ist manchmal mehr.

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