Wie aus dem Nichts war sie plötzlich da, die Chance für den VfL Bochum. Doch Kaiserslauterns Verteidiger Stipe Vucur machte sie zunichte. Anthony Losilla war im Strafraum am höchsten gesprungen, seinen Kopfball aber kratzte der Österreicher in höchster Not noch von der Linie. Es war einer von zwei Höhepunkten. Und dass dies so war, macht deutlich, dass das Duell zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Kaiserslautern ein an Höhepunkten armes Spiel gewesen war.
Gertjan Verbeek hatte es bereits vor dem Spiel angekündigt. Mannschaften, die auf der Zielgeraden der Saison noch unbedingt Punkte benötigen, sind nicht darauf bedacht, ihren Zuschauern ein fußballerisches Spektakel zu bieten. Seine Mannschaft, der VfL Bochum, hatte dieser Aussage im Duell mit dem 1. FC Kaiserslautern Gültigkeit verliehen. Das 0:0 (0:0) zwischen den beiden ehemaligen Erstligisten lebte von Kampf, nicht von Klasse.
Manuel Riemann, Bochums Torhüter und Kapitän, war die einzige Ausnahme im Verbeek-Team. Der 28-Jährige avancierte schon früh zum Mann des Tages. Erst hielt er einen – zugegeben – schwach geschossenen Elfmeter von Jacques Zoua, dann auch den direkten Nachschuss des ehemaligen Schalkers Christoph Moritz (21.). Vier Minuten später zig Zoua erneut ab, wieder war Riemann zur Stelle (25.).
Das waren die einzigen Situationen der Roten Teufel in Durchgang eins. Doch in den ersten 45 Minuten war auch dem VfL in der Offensive nicht viel eingefallen. Johannes Wurtz war nach einer Hereingabe von Marco Stiepermann überrascht und bekam den Ball nur gegen die Knie (24.), Peniel Mlapa schoss aus kurzer Distanz über das Tor (27.). Kurz vor der Pause ließen sich dann noch einmal die Gäste vor dem Bochumer Tor blicken. Osayamen Osawe, der beim 3:0-Sieg der Roten Teufel im Hinspiel alle drei Treffer erzielt hatte, tauchte plötzlich vor Riemann auf, zögerte aber zu lange (42.).
Die Gäste kamen nach der Pause besser wieder in die Partie, hatten durch Zoua (53. und 80.) und Osawe (55.) noch gute Chancen, doch Riemann war in allen Situationen zur Stelle. Für den VfL hatte Stürmer Peniel Mlapa in der 76. Minute noch die beste Chance. Doch der Togolese schoss aus 12 Metern nur neben das Tor. In der Schlussphase wurde es turbulenter. Erst die spektakuläre Rettungstat von Vucur, dann schoss Nils Quaschner nach einer Mlapa-Vorlage im Fallen neben das Tor (88.).



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