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Zeit für eine härtere Gangart gegen Problemfans

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Foto: dpa

In Stadien ist eine Tendenz zur Radikalisierung erkennbar. Einigen Anhängern fehlt das Gespür für den Ernst der Lage. Ein Kommentar.

Einige so genannte Fußballfans werden es nie lernen. Und wollen nicht verstehen, dass Anfeindungen, Hetzplakate und Pyrotechnik in Stadien nichts zu suchen haben. Diese Chaoten schaden ihren Vereinen und ihrem Sport.

Nach einem Liga-Wochenende mit Entgleisungen ermittelt der DFB-Kontrollausschuss in drei Fällen. Gut zwei Monate nach den Vorfällen in Dortmund, als BVB-Anhänger beim Spiel gegen Leipzig beleidigende Plakate gezeigt hatten und die Südtribüne anschließend für eine Partie gesperrt wurde, fehlt Anhängern in Köln, Frankfurt und Hamburg jedes Gespür für den Ernst der Lage.

Vorfälle in Stadien häufen sich

Auf den Tribünen ist sogar eine Tendenz zur Radikalisierung erkennbar. Fan-Anwalt René Lau will davon lieber nicht sprechen. Es sei „eine subjektive Wahrnehmung, weil die Bedeutung des Fußballs und der Umfang der Berichterstattung in den Medien stark zugenommen“ hätten, behauptet er.

Tatsächlich aber beschäftigen negative Vorfälle aus den Stadien Verantwortliche und Zuschauer immer häufiger. Und Medien haben die Pflicht, die Öffentlichkeit darüber zu informieren.

Klubs haben Bestrafung zu lange umgangen

Vereine sollten diejenigen, die sich daneben benehmen, für ihr Verhalten in die Pflicht nehmen und bei Geldstrafen zur Kasse bitten. Bisher haben zu viele Klubs viel zu lange eine Bestrafung umgangen und mit intensiver Betreuung von Problemfans die Hoffnung auf eine friedliche Fankultur verbunden.

Vielleicht wird es Zeit für eine härtere Gangart.

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  • glückauf85 25.04.2017 12:45 Uhr
    da kann ich persönlich nur zustimmen. mich als fan nervt es persönlich nur noch, dass diese idioten (meist aus kreisen der ultras) ihre selbstinszenierung über den doch ach so geliebten verein stellen.
    was soll der mist? das hat auch nichts mit der medialen berichterstattung zu tun.
    Wenn ich den verein liebe, warum sorge ich durch mein Verhalten dann für geldstrafen oder geisterspiele? alle zur kasse bitten und wenn die täter aus fankreisen gedeckt werden, müssen diese gruppen halt raus. wird der stimmung nicht gut tun, aber das pendelt sich auch wieder ein.
  • jossip 25.04.2017 13:27 Uhr
    Mal wieder ein Kommentar aus der Loge geschrieben.

    Im Gespräch mit Fanprojekten und "gemäßigten" Fangruppen würde man die Radikalisierung mit Sicherheit bestätigt bekommen.
    Der Grund ist allerdings nicht, dass zu wenig bestraft wird, sondern weiterhin pauschal und ohne Sinn und Verstand.
    Der Einfluß auf und die Gesprächsbereitschaft der Szene hat sich gerade wegen Strafen, wie in Dortmund weiter verschlechtert.

    Ist Herrn Blank vielleicht nicht bekannt, aber man war in den Stadien mal deutlich weiter, was Pyro und Gewalt anging. Heute wird jedes Gespräch abgelehnt, "weil es sowieso nichts nützt kooperativ zu sein".
    Dummerweise ist da was dran. Und die Fanszene im Ganzen, die durchaus Kraft besitzt solche Dinge zu beeinflussen, wird durch diese Kommentare weiter auseinanderdividiert. Es wird ständig suggeriert, man müsse nur 100 Bekloppte entfernen, was aber an der Realität vorbei geht.

    Und was die Medien, also auch den RS angeht. Man kann so, oder so berichten. Hintergründe liest man zum Thema höchst selten. Pure Empörung, aber dann auf drei Artikel verteilt mit möglichst eindeutigen Fotos ist nichts weiter als die Jagd nach Klicks.
    Mit öffentlichem Interesse sollte man diese Ausrichtung nicht kaschieren
  • RWausO 25.04.2017 13:32 Uhr
    Das einzige was ich sehe das sich häuft, sind substanzlose Kommentare auf Reviersport wo die eigentliche Aussage nur aus dem Titel zu erkennen ist.
    Und man sollte auch dabei nicht vergessen das Fußball die Spiele für das Volk sind. Und das Volk kann sich auch ganz schnell was anderes suchen.
  • glückauf85 25.04.2017 15:39 Uhr
    dann soll sich "das volk", das sich nicht an regeln halten kann, gerne was anderes suchen.
    kein problem!
    da sieht man mal, dass es nur darum geht seine eigenen interessen und Aktionen durchzubringen.
    und Kommunikation ist schön und gut, aber diese sachen sind eben verboten und da gibt es keine diskussionsgrundlage.

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