27.730 Zuschauer im Honkou-Stadion sorgten für echte WM-Atmosphäre. Die deutschen Frauen waren von Beginn an deutlich mehr gefordert als beim 11:0 gegen Argentinien. England stellte in einer spannenden Partie eine kompakte Hintermannschaft und eine spielstarke Offensive, in der Englands Trainerin Hope Powell immer wieder rotieren ließ und Superstar Kelly Smith als Speerspitze aufbot.
Doch die umgebaute Viererkette der Deutschen, in der Annike Krahn die verletzte Sandra Minnert ersetzte, ließ sich kaum aus der Ruhe bringen. Vor allem die 22-Jährige Krahn vom FCR Duisburg lieferte ein glänzendes WM-Debüt. Sie sorgte zudem per Kopf für die erste Chance des Spiels (5.). Doch auch auf der anderen Seite wurde es gefährlich. Torfrau Nadine Angerer unterlief einen langen Ball, den sie gerade noch zur Ecke ablenkte (7.).
Die erste Halbzeit verlief ingesamt ausgeglichen. Die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz kam gegen Faye White und Anita Asante zunächst kaum zu Zuge. Auch ihrer fleißigen Sturmkollegin Sandra Smisek bot sich kaum die Möglichkeit zum Abschluss. Erst kurz vor der Pause hätten Kerstin Garefrekes (43.) und Prinz aus spitzem Winkel (44.) die Führung erzielen können.
In Hälfte zwei verlagerte sich das Spiel mehr und mehr in Englands Hälfte, doch große Chancen blieben für die deutschen Mangelware. Fatmire Bajramaj ersetzte Melanie Behringer auf der linken Seite und sorgte bei ihrem WM-Debüt für neuen Schwung. Die beste Chance hatte dann aber wieder Deutschlands Rekord-Torschützin Birgit Prinz, die an Torfrau Rachel Brown scheiterte (73.). In der 82. Minute vergab auch Garefrekes gegen Brown.
